Beltane

Beltane

Ein kleiner Vorgeschmack auf  „Beltane“,  Walpurgisnacht, die am morgigen Donnerstag beginnt und den 1. Mai und somit den Frühling einläutet! Vor uns liegt das Leben – laßt ´s krachen Mädls!!!!

Brenna

Über einen Monat kein Eintrag…das ist der Tatsache geschuldet dass gerade wieder ganz viel los ist. „Brenna“ dua i – und wie meist an verschiedenen Ecken parallel. Ich sitze ganz viel am laptop, denn: meine neue Künstler-homepage ist am Entstehen! Dieser blog wird dann in die neue HP integriert sein – was aber noch rechtzeitig bekannt gegeben wird!

Anbei eine neue Kino-Kritzelei: “ Brenna tuat´s schon lang“ lief an im Kino, und ich war bei der Premiere. So wie der Goisern ist, so ist auch der Film:ehrlich. Auch die schwierigen Anfänge und Kapriolen in Wien sind nicht ausgespart oder beschönigt. Und das Donauschiff-Projekt habe ich jetzt erst kapiert….Dazu und dazwischen jede Menge Musik – das groovt!

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Matuschka

Meine Reise ist zu Ende und ich bin seit dem Wochenende wieder in Bayern. Wiesbaden lag ebenfalls auf meiner Route und dort habe ich das Frauenmuseum besucht. Neben den sehenswerten aktuellen Ausstellungen – alle 4 Stockwerke! – bin ich dort auf „Matuschka“ gestoßen, Fotomodell und Künstlerin, die bereits 1993  Bilder von sich nach ihrer Brustkrebs-OP veröffentlichte und das Tabu des Themas aufbrach. Diese Fotos gingen um die Welt, nach dem sie auf der Titelseite der NewYorkTimes gezeigt wurden und seitdem zu den 100 Bildern zählen, die die Welt veränderten. Es sind Fotos, die viele Frauen für das Thema sensibilisiert und heute noch Gültigkeit haben, zumal Begriffe wie Schönheit und Makellosigkeit immer zu hinterfragen sind! Unter dem Titel „beauty out of damage“ findet sich eine umfangreiche website und dort u.a. ein zusammenfassender Kurzfilm.

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Abschieds-Traum

Tagsüber bin ich aufmerksam, ganz bei der Sache, bin dankbar um jede Information, nutze das Seminar so gut es geht. Nachts kommen die Träume, kann meine Seele arbeiten und sich verabschieden von einem Freund der viel zu früh und viel zu jung in eine andere Dimension aufbrach. Adieu Patrice!

Träume

Anfang?

Sehnsucht ist der Anfang von Allem – vielleicht auch endlich vom Frühling ?! Gut dass ich so viele wunderschöne Blumen bekam und mit den Farben und dem Mimosenduft ein bißchen Frühlingsgefühl aufkommt….

FrEWFotografie © Michaela Dreier

Unvergessen

Soeben habe ich eine Kerze angezündet – für Marita! Vor sechs Jahren habe ich sie kennen gelernt, sie hat einen Workshop in München organisiert: „Brustkrebs – was können die ätherischen Öle für mein Wohlbefinden und für meine Genesung tun? Vorstellung von Studien, die die antitumoralen Eigenschaften von ätherischen Öle belegen konnten. Tipps für eine antioxidative Nahrungsergänzung mit ätherischen Ölen nicht nur bei Krebserkrankungen. Pflegetipps und Prophylaxemaßnahmen bei Bestrahlung, Lymphstauungen, infizierten Wunden. Und Wohlfühlrezepturen für die Seele, damit der Körper seine schwere Selbstheilungsarbeit besser schaffen kann. 15. März 2009 in München in Zusammenarbeit mit Mamazone, Info bei Marita Bestler.“ Den Workshop hielt Eliane Zimmermann und hier schloß sich ein Kreis für mich: schon länger war ich auf der Spur der ätherischen Öle unterwegs, doch bei Eliane habe ich erfahren, dass es durchaus genügend evaluierte Studien zum Thema Aromatherapie und Krebs gibt. Marita war für mich ein lebendes Beispiel! Nach einer sehr heftigen Brustkrebs-Diagnose 2004 und einer Überlebensprognose von wenigen Monaten hatte sie sich für einen weitgehend alternativen Therapieweg entschieden. Nur die Antihormontherapie machte sie mit, OP, Chemo und Bestrahlung lehnte sie ab um noch ein bißchen Lebensqualität zu haben für die kurze, noch verbleibenden Zeit. Es wurden elf Jahre daraus, mit Auf und Abs, aber immer mit viel Lebensfreude! Letztes Jahr habe ich sie beim Patientinnentag für Komplementärmedizin in München getroffen, wir haben uns sehr gut unterhalten und uns sehr amüsiert. Es ging ihr soweit gut, sie habe wieder einiges  überstanden und müsse jetzt noch mit ihren Kräften haushalten, meinte sie vor einem Jahr – und jetzt die Lungenembolie. Irgendwann ist es tatsächlich zu viel!  Marita machte mich auf die mamazonen aufmerksam, bei denen ich Mitglied bin. Diese schrieben gestern auf ihrer homepage in einem Nachruf auf Marita: „Elf Jahre lang hat sie immer wieder Mittel und Wege gefunden, den Metastasen in ihrem Körper Einhalt zu gebieten und ein selbstbestimmtes, aktives Leben zu führen – für uns alle ein Vorbild an (Über-) Lebenskunst.“ Marita hat mir viel mitgegeben für meinen Weg, ich werde sie nicht vergessen!

KerzeFotografie © Michaela Dreier

blaue Lüfte

„Frühling…
In dämmrigen Grüften
Träumte ich lang
Von Deinen Bäumen und blauen Lüften,
Von deinem Duft und Vogelsang…..“ Hermann Hesse

schneefelderFotografie © Michaela Dreier

Mehr Fotos von meinen Spaziergängen gibt es auch auf meinem g+-blog

Psycho-Hygiene + Lebens-Lust

Krebs + Psychosomatik /Teil3: Fragen stellen Während ich hier am Schreiben bin, wurde mir ein Buch empfohlen in dem die Ärztin Lissa Rankin wissenschaftliche Beweise für die Selbstheilungskräfte zusammen getragen und ausgewertet hat. „Mind over Medicine – warum Gedanken oft stärker sind als Medizin“, so der Titel des Buches, das nun heute eingetroffen ist. In ihrer Laufbahn als Ärztin hat Dr. med. Lissa Rankin einiges erlebt, was sich mit westlicher Medizin nicht erklären lässt: Gehirn-Aneurysmen, die sich zurückbildeten oder Plaques, die aus Herzkranzgefäßen verschwanden – ohne ärztliches Zutun. Erkrankungen, die laut Schulmedizin nicht behandelbar sind. Für die Ärztin Grund genug, um das Phänomen der Selbstheilung wissenschaftlich zu untersuchen. Rankin fragte sich, „welche Kräfte dieses eigentlich Unmögliche möglich machen – und vor allem: wie?“ Dabei fand sie heraus, dass Heilung mehr mit einer positiven Erwartungshaltung zu tun hat, als bisher bekannt war. Gesundheitsfördernde Entspannungshormone werden freigesetzt, Enzyme können Reparaturprozesse anstoßen, Immunzellen vertilgen Entzündungserreger und freie Radikale werden unschädlich gemacht: „Unser Körper ist also bereit für ein Wunder. Wir müssen ’nur‘ die Voraussetzungen dafür schaffen, dass er seine heilenden Fähigkeiten entfalten kann.“ Dafür, so Rankin, müssen wir unsere Lebensweise überdenken: Bin ich einsam? Stresst mich mein Beruf zu sehr? Was ist mit Geldsorgen? Die Medizinerin rät, den Verstand öfter mal abzuschalten und auf den „inneren Leitstrahl“ zu hören. Für ihre Leser hat sie drei Ratschläge, die das Wohlbefinden steigern: Liebe und Mitgefühl, Dankbarkeit und Kreativität. Zudem: „Warmherzige, offene Beziehungen sowie ein reiches soziales Leben tragen unseren Körper.“ Und das kann die Gesundheit stärker beeinflussen als Ernährung oder Sport, weiß Rankin.( Quelle: Interview mit Lissa Rankin in der happinez-Ausgabe 2/2015).

Zum einen ist es ein Segen, dass nun genügend Studien vorliegen die Zusammenhänge zwischen einer Krebserkrankung, psychischen Faktoren und psychosoziale Hintergründe aufzeigen. Zum anderen birgt es die Gefahr, dass vor allem betroffene Menschen die ohnehin meist allein sind mit sich, ihren Gedanken und Ängsten, dann auch noch Schuldgefühle entwickeln die genau kontraindiziert sind. Fatal sind Hinweise und Ratschläge aus dem engen Umfeld die bewirken, dass der Erkrankte sich zurück zieht und isoliert, sich unverstanden fühlt. Heilungstheorien und Aussagen, dass über positives Denken der Krebs zu besiegen sei, rufen wiederum nur Stress und Ängste hervor. „Positives Denken“ auf Kommando funktioniert eben nicht! Das muß man lernen und da braucht es Unterstüttzung und Begleitung-ob von einem Psychoonkologen, Therapeuten oder einem Coach.
Rückblickend und mit allem, was ich selbst erfahren, erlebt, erprobt und zusätzlich gelesen und gelernt habe, hat mir geholfen was ich als „Psycho-Hygiene“ bezeichne und das ich immer wieder anwende:
• die Erfahrung des Lebendig-Seins erkennen, zulasse und wiederholen
• Somit den Sinn meines Lebens wert schätzen
• wo und von wem werde ich selbst wertgeschätzt? Wo, wann und von wem benutzt? ( beinhaltet manchmal Entscheidungen treffen und Konsequenzen ziehen)
• Glaubenssätze, Regeln und Dogmen entlarven, hinterfragen und aufbrechen
• Persönliche Stressoren erkennen und neue Strategien entwickeln
• Meditation und Yoga
• Mich bewusst und gut ernähren
• Mich viel in der Natur bewegen und meine Sinne schulen
• Mir Zeit nehmen in der Begegnung mit Mensch + Tier – auch mit meinen Kunden!
• Meiner Kreativität Raum geben

Assemblage2014Assemblage, © Michaela Dreier

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Herzensangelegenheit

Krebs + Psychosomatik /Teil2: Psyche-Gehirn-Körper
Bereits im Jahre 1988 startete die erste große Übersichtstudie (House, Landis + Umberson – „social relationship and health“), die bewies, dass Beziehungen zwischen Menschen wesentlich darüber entscheidet, ob diese krank werden oder gesund bleiben. Es wurde festgestellt, dass das statistische Krankheitsrisiko durch Vereinsamung höher ist als z.B. durch das Zigarettenrauchen. Die Brustkrebspatientinnen in den Randzonen von Chicago ( siehe Teil 1) sind dafür ein trauriger Beweis.  „Psychische Einflüsse und seelische Erlebnisse werden vom Gehirn in bioelektrische Impulse und in die Freisetzung von Nerven-Botenstoffen umgewandelt. Das Gehirn macht aus dem psychischen also einen biologischen Vorgang“, beschreibt Prof. Joachim Bauer die Zusammenhänge („Das Gedächtnis des Körpers“, als Taschenbuch erhältlich!) Das Hirn sendet Signale aus, stimuliert Nervenzellen und zahlreiche Körperorgane und kann dort zu Veränderungen der Genaktivität führen. Unsere Gene sind also keine „Eigenbrödler“, sondern stehen in ständigem Kontakt zur Umwelt. Im Hinblick auf die Genregulation und die jeweils oft notwendige Anpassung auf Umwelteinflüsse und Situationen ist dies auch eine durchaus wichtige Fähigkeit des Körpers.
Da wir alle Individuen sind, hat auch jeder eine individuelle Stressreaktion entwickelt – und zwar aus zumTeil sehr frühen Erfahrungen. Jede neue Streßsituation wird neu bewertet – in Sekundenbruchteilen, unbewusst und nicht steuerbar, werden Alarmzentren im Gehirn ausgelöst. Dieses greift auf individuelle Vorerfahrungen zurück, die in Nervenzell-Netzwerken abgespeichert sind. Es ist nachgewiesen, dass frühe Erfahrungen von Stress später eine erhöhte Empfindlichkeit auf Stresserlebnisse zur Folge haben. Ein stabiles, geschütztes biologisches Streßsystem dagegen zeigen Menschen, die nach der Geburt die Erfahrung von sicherer Bindung zu Bezugspersonen machen konnten. Der Kreis schließt sich – wieder sind wir beim Thema Beziehung und Bindung. „Nenne irgendjemand irgendeine Krankheit, bei der psychosoziale Einflüsse nicht ihre Entstehung, den Verlauf und die Bewältigung beeinflussen können“ so Michael Wirsching, Professor an der Uni Freiburg. Er führt neben anhaltender, schwerwiegender Belastung als eine der Gründe für die Krankheitsanfälligkeit auch die Lebensumstände und Lebenssituation zu Krankheitsbeginn an – und zwar im Hinblick auf eine spezifische, subjektiv bedeutsame krankheitsauslösende Situation. „Wenn die Lebenssituation zu Krankheitsbeginn (nicht zum Zeitpunkt der Diagnose!) von subjektiv empfundener Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit bestimmt war, ist es desto wahrscheinlicher, dass psychosomatische Faktoren entscheidenden Anteil an der Erkrankung haben.“  ‚
Verluste und Trennungen, Beziehungsabbrüche und Zurückweisungen werden als psychischer und sozialer Einschnitt erlebt, erzeugen auf der Gefühlseben Trauer, Wut, Zorn oder Hilflosigkeit und der Körper reagiert mit Streßsymptomen wie Herzklopfen, Herzrasen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit.Der Focus ist dabei nicht nur auf Partnerschaft und Familie gerichtet sondern auch auf Bezugssysteme wie Freunde, Arbeitskollegen, ähnliche soziale Gruppen wie Sportgruppen oder den „Stammtisch“. Heftige, immer wieder kehrende oder anhaltende Gefühle behindern unser Immunsystem. Bei erhöhtem Cortisol-Wert im Blut nimmt die Anzahl und Funktionstüchtigkeit der Abwehrzellen deutlich ab – mit Zeitverzögerung. Aber – und das ist eine Chance! – es funktioniert auch umgekehrt! Momente der Lebensfreude und des Glücks, der Entspannung und Meditation bringen uns nicht nur in eine Balance sondern wirken sich positiv aufs Immunsystem aus.
Die logische Frage, die ich mir damals stellte, war also: was habe ich erlebt, circa vier bis fünf Jahre zuvor? Anhand der Biologie meines Tumors konnte ich in etwa davon ausgehen, daß er um das Jahr 2000 herum entstanden ist. Ich mußte nicht lange überlegen – drei belastende Sequenzen in dieser Zeit wurden sofort präsent! Nun konnte ich diese aber nicht mehr verändern oder in der Zeit zurückgehen. Aber ich hatte den Zusammenhang zwischen Erlebnis und meinem individuellen Verarbeitungsprogramm, dass lautete „weiter machen wie bisher, du bist ja stark„. Ich konnte mir jetzt die Fragen stellen: wie sehe ich die Situationen heute,mit etwas Abstand? Wo hat auch meine Stärke ihre Grenzen? Wo finde ich mich heute wieder, wo werde ich gesehen als diejenige, die ich bin? Und: wie ist mein Lebensumfeld? Was muß verändert werden? Ich erkannte schnell, dass ich in meinem damaligen Lebensumfeld – unbewußt – permanent an diese Situationen erinnert werde. Mein Jahr der Therapien war eine Art „Sabbatical“,  indem ich mich tatsächlich wieder fand – in meiner Kunst,meinem Wesen,meinem Sein. Zwar noch nicht in meinem Körper, der  hat mir währen der Antihormonellen Therapie sehr übel mitgespielt – aber Geist und Seele stabilsierten sich. Ich entschloß mich, umzuziehen. Näher an die Berge, an den Chiemsee ran -nach dem Motto  „… Wohl an denn Herz, nimm Abschied und gesunde…“chiemseeligKL         „Chiemseelig“, Lochkamera -Langzeitbelichtung, 2005; © Michaela Dreier