Ein neuer Grafithalter aus Wenge-Holz, handgemacht von Fritz und in Auftrag gegeben von Sabine, macht riesig Freude! Für das Kunst- und Kreativseminar „Bewegungszeichnen – die Entdeckung der Lebendigkeit“, das ich am Wochenende in München halten, genau passend!
Katharsis und Seltsamkeiten
In einer Ausstellung in München sind derzeit Bilder des Fotografen Sebastião Salgado zu sehen. Ich habe im Netz den Film „Das Stille Drama der Fotografie“ gefunden, indem er selber über seine Projekte spricht. Beeindruckend, wie er einen großen Traum verwirklicht – ohne zu zweifeln, zu zögern. Er steckt alle an mit seiner Begeisterungsfähigkeit und man spürt seine eigene innere Überzeugung. Was mich beruhigt ist, dass auch ich seit 2 Jahren fast ausschließlich Landschaften, Bäume und Tiere fotografiere und schon befürchtet habe, ich werde seltsam…..Nach der intensiven, künstlerischen Arbeit und Hinwendung mit Menschen in „AKTzeptanz“ gab es auch bei mir eine Pause, und seit zwei Jahren nun das Durchstreifen der mich umgebenden Landschaft. Mit dem Umzug in die Hirschau hat sich das verstärkt, ich befasse mich mit der Vorgeschichte des Ortes und des Chiemgaus und bin jetzt hier auf Spurensuche, wandle auf „Traumpfaden“.
Träume – statt Schäume
Seit Tagen stolpere ich immer wieder über diesen Satz: „Wenn deine Träume Dir keine Angst machen, sind sie nicht groß genug“. Ich habe recherchiert und entdeckt, dass dieser Satz von Ellen Johnson Sirleaf stammt, die seit bald zehn Jahren Präsidentin von Liberia ist und 2011 den Friedensnobellpreis erhielt, da sie sich für die Sicherheit der Frauen, für Frauenrechte und die volle Integration der Friedensarbeit in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht einsetzt. Diesen Satz nehme ich mir zum Anlaß herauszufinden: was sind meine Träume, was waren meine Träume – sind sie groß genug? Wovor habe ich Angst?
Dann finde ich mich durch Zufall im „bayerischen Filmpreis“ wieder und sehe Uisenma Borchu, die den Preis als beste Nachwuchsressigeurin für den Film „Schau mich nicht so an“ erhielt. Sie hat aber nicht nur Regie geführt – auch das Buch zum Film geschrieben und die Hauptrolle gespielt. Ihre Eltern waren mongolische Nomaden, sie selbst kam im Alter von fünf Jahren in den Osten Deutschlands und wuchs
zwischen den Welten auf. Für ihren Film konnte sie Sepp Bierbichler in der Hauptrolle gewinnen. Die Begründung der Jury lautet: “ Uisenma Borchu erzählt diese erotische Dreiecksbeziehung, in der sie selbst auch die Hauptrolle spielt, mit verblüffendem Selbstbewusstsein, Leichtigkeit und ohne jegliche Scham.
Eine außerordentliche Leistung von einer starken jungen Regisseurin…“….Das sind Träume! – ob sie mal Angst hatte? In ihrer Dankesrede fällt ein Satz, der hängen bleibt: „Ich bin frei, weil ich nicht hasse“.
Überirdisch
In den Raunächten taucht vieles aus den untersten Schichten auf, in Tag- und Nachtträumen, auch Freunde und Verwandte aus der Anderswelt melden sich. Man tauscht sich aus, bekommt Hinweise wenn mans versteht. Jetzt hat die Holla, also die Percht, erst mal wieder alles zugedeckt, das Unterirdische kommt zur Ruhe. Überirdisch schön ist alles, die Farben neu, ganz anders.
Ausklang
Land-Art
Wächter im Moos
BW-Reduktion
Frau am Meer
So tauchen sie der Reihe nach wieder auf, meine Bilder. Diesen Akt stellte ich dereinst als Mitglied vom „Blauen Baum“ im Liebenweinturm Burghausen aus. Der Titel bzw das Thema der Ausstellung, den wir uns selbst gegbene haben, hieß „monochrom Phtaloblau“ und auch das ungewöhnliche Maß war vorgegeben. Das ist bestimmt schon 25 Jahre her…. Danach habe ich es dann verkauft und aus den Augen verloren. Jetzt hat es meine Mutter beim Besuch gemeinsamer Freunde wieder entdeckt. Es ist einige male schon umgezogen und hängt jetzt da, wo ich gern wäre: in einem Haus im Süden am Meer. Da gehören Meerjungfrauen auch hin!…
Das Blau in all seinen Variationen ist mir geblieben. Es taucht in fast allen Bildern auf, so wie in dem Bild oben (Detailausschnitt). Ich habe keinen „roten Faden“ sondern einen „blauen Faden“ der sich durch meine Arbeiten zieht.
Korkeichenhain
Es ist immer wieder schön, alte Freunde und Bekannte wieder zu sehen – und alt Vertrautem wieder zu begegnen. Mein Bild vom „Korkeichenwald“, inspiriert von einer Reise nach Portugal und fasziniert vom Kontrast der alten schwarzen Stämme und dem Teppich aus gelben Blüten, hängt jetzt wieder im Wohnzimmer – welche Ehre! Mit „Hella“ darunter wirkt das Ganze besonders malerisch.















