Frau am Land

Kaum zu Hause gibt es eine Überraschung für mich: das magazin „Landfrau– für alle, die das Landleben lieben – bringt in der Ausgabe zum ersten Quartal 2014 ein mehrseitiges Portrait über mich und meine Arbeit mit den Hunden und deren Haltern. In der aktuellen Ausgabe bin ich bereits angekündigt:

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Ich habe mir die erste Ausgabe des Magazins heuer im Frühjahr gekauft – nd auch gleich schon verschenkt – weil ein guter Artikel über den Rauhaardackel darin veröffentlicht war. In jeder Ausgabe sind nun Artikel  und Infos über das Zusammenleben mit Tieren veröffentlicht – wie das halt so ist auf dem Land. In der aktuellen Ausgabe kann man z.B. lesen wie Elisabeth Niesken mit Lamas lebt und arbeitet und warum sich Marion Bohn-Förder für die Gänsezucht engagiert. Im „Tierspezial“ gibts gute Infos rund um verschiedene Haustiere – z.B. auch warum Schokolade für Hunde wirklich Tabu sein sollte! Viel Spaß beim Lesen!

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Ort der Stille

Die Stille oben in Redinoce ist beeindruckend, das findet man in den ganzen Alpen nicht mehr! Ehe es etwas lauter, weil gewittrig wurde, konnten wir noch in der Abendsonne grillen. Uns ist wieder einmal klar geworden wie unterschiedlich die Erwartungen und Vorstellungen von „Urlaub“ sind und ergänzen uns da Bestens. Vielen ist die Villa oder die Hütte oben in Redinoce zu weit ab vom Schuss und alleine die Anfahrt erfordert das passende Auto, selbst SUV bleiben hängen, und es erfordert echt Geschick und Erfahrung raufzukommen wobei David, der Besitzer auch gern Taxifahrten übernimmt. Oben ist man automatisch Selbstversorger.Die Lebensmittel in Italien sind teurer als bei uns, bis auf den örtlichen Fisch und das Fleisch von hier, aber alles ist viel geschmackvoller und erntereif und somit das Kochen ein wahres Vergnügen! Uns stattdessen würde keiner in eines der CampingResorts oder Hotelanlagen bringen obwohl auch diese auf Elba sich sehr gut in die Landschaft einfügen und unter Pinien versteckt sind. Eben jedem nach seinem Gusto.

Hier noch ein paar Bildeindrücke:

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Skizze von der Felsenküste.

 

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Primi piati: frische Artischocken. Secondi piati: Branzino,Bovine (weißes Rind) und Paprikaschoten vom Grill.

Hafenlicht

mehr Meer

Nach einem sehr sonnigen, sehr heißen Tag gestern am Meer an der Südküste zwischen Chiessi und Fetivaia hat heute Nacht das Wetter gedreht und dicke Wolcken ziehen vom offenenMeer her auf. Also sind wir nach einem schnellen „Cafe latte“ runter nach Marciana Marina, dürch die Läden flaniert, das berühmte „Aqua dell` Elba“, ein ganz spezielles Parfum hergestellt aus den Essenzen der Insel verköstigt, ebenso ein 2. kleines Frühstück, an der Hafenmauer gesessen, den Booten zugesehen, gezeichnet, fotografiert. Unser Vorhaben, mit der Minigondel auf den Monte Capanne zu fahren haben wir wegen des Nebels verworfen. Da wir den Ostteil der Insel so gar nicht kennen sind wir also mal in diese Richtung aufgebrochen. Und wieder: viele Serpentinen, viele Radler und Biker und jede Menge Schweizer die in den Herbstferien einen Faible für Elba haben. Nun sind wir wieder in unserer Enklave oben in Redonice und es heisst packen und aufräumen. Wir grillen uns heute noch mal köstlichen Fisch, Essen gehen ist hier viel zu teuer und so haben wir gekocht wie die Weltmeister.

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einfach Insel

Die Entdeckung der Einfachheit: unsere Berg“klause“ ist 3,5 x 7 Meter gross, die Küche  misst 3,5 x 2 m, das Schlafzimmer 3,5 x 3 m, das Bad 3,5 x 2m, und es reicht trotzdem, wir haben alles was wir für den Aufenthalt hier brauchen- Wasser, Strom ( ausser bei Gewitter), Gas und umts(hdspa+), hinzu kommt ein grüner Dschungel, und Stille pur, Sterne ohne Ende und Flora und Faune. Wenns oben, also bei uns regnet ist es unten am Meer warm und sonnig, wie so oft auf diesen Inseln. Darum sind wir heute die Küstenstrasse entlang und ich natürlich ins Meer….malen, zeichnen und die neue Encaustik.Technik verfeinern und ausarbeiten kann ich auch.

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Inselfeeling

Das erste was mir gestern bei der Ankunft auffiel: die Flagge Elbas trägt als Hauptmotiv eine rote Banderole mit  3 goldenen Bienen. Napoleon hat sie 1813 auf seiner Überfahrt auf die Insel entworfen.warum wohl? Jedenfalls sind hier neben der kleinen sehr rustikalen Hütte, in der wir seit gestern Nacht wohnen, auch mehrere Bienenkästen – sonst weit und breit niemand…dafür hats reife Trauben und Feigen, Kräuter, den Duft von Pinien,Lorbeer und Eukalyptus, Meerblick und:jede Menge Regen! Morgen soll es schon besser werden….

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Enkaustik: homage dem Bien

Damit mir niemand auf die Idee kommt dies würde ein reiner Koch-blog werden , zeige ich gleich mal eines meiner neuen Bilder. Diese sind entstanden in den letzten beiden Tagen, die Technik nennt sich Enkaustik und die Akademie Wildkogel hat einen entsprechender Kurs angeboten, Kursleiterin war Ulrike Ickler. Ich habe nicht auf die fertigen Enkaustik-Farben zurückgegriffen sondern meine eigenen Farben hergestellt und damit experimentiert. Die Basis der Farben ist Bienenwachs, ein Härter (Dammar oder  Canaubawachs) und Pigmente. Skizzenzeichnungen von mir und Fundstücke  – wie in dem Bild unten eine (begonnene und nicht weiter gebaute) Wabe meiner Bienen – kann ich somit einarbeiten.

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© michaela dreier / „homage dem bien“ / encaustik, oilstick + graphit auf Holz / 40cm x 40cm

Geschenke – Teil3

……und wächst der Holler Dir zum Fesnter rein, koch in heiß in Gläser ein…..:  mit „Hollerkoch“, einem Kompott aus Hollerbeeren, Äpfel, Birnen und Zwtschgen, Holler-Zwtschken-Gelee, Hollersirup und Hollerlikör (der muß bis Weihnachten reifen!) kommen wir gut durch den Winter……

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Geschenke – Teil2

Weiter gehts –  mit Birnen. Diesmal der Slogan: schenkt das Leben dir Birnen – mach Strudel draus! Während es in meiner Küche blubbert und brodelt da Hollekoch und Holler-Zwtschken-Marmelade auf dem Herd stehen, bekomme ich eine Tüte sonnengereifter, voll aromatischer Birnen geschenkt. Sie sind ein Gartengruß vom Hans, Bio-Bauer vom Sonnenhof in Cieming. Dieser Arche-Hof ist eigentlich ein Mekka für  all jene, die Fleisch bester Qualität zu schätzen wissen –  die Rinder sind am Hof geboren, artgerecht am Hof  auf den Wiesen über dem Chiemsee zu Füßen der Alpen aufgewachsen und sie werden auch am Hof geschlachtet. Auch wenn ich es selbst nicht esse – ich bereite dieses Fleisch gerne zu denn der Geruch ist auch für mich sehr angenehm ( und das will was heißen – denn als ich vor 30 Jahren Vegetarierin wurde war das vorallem auch eine Entscheidung meiner Nase! )

Doch zurück zu den Birnen die nicht eingeplant waren. Sofort fiel mir der Birnenstrudel meiner Großmutter ein – ein Gedicht und legendär, dereinst wurde er sogar in einem Burghauser Kochbuch veröffentlicht. Da die Birnen vom Sonnenhof recht saftig sind und der echte Strudelteig dann oft zu dünn wird, habe ich mich zu einem etwas dickeren Teig auf Öl-Quarkteig-Basis entschlossen: 100g Zucker mit 2 Eiern verquirlen, 150g Quark dazu, 100g Speisestärke, 1 Teel Backpulver und so viel Mehl (ich mische immer Dinkel, Weizen und Emmer) daß sich der Teig gut kneten und ausrollen läßt (also ca. 400g Mehl) – das ergibt  dann zwei Strudel. Den Teig ausrollen ( auf einem bemehlten Geschirrtuch), Birnenschnitzel drauf, etwas Semmelbrösel, ein Hauch von Zimt, etwas Milli-Rahm (Quark mit Sahne und Yoghurt vermischt) dazu, einrollen, in die Form geben ( geht einfach mit Hilfe des Tuches!), ein Gemisch aus Milch und Butter drüber und ca. 1 Stunde backen (zuerst bei 200 Grad, nach 20 Minuten runter schalten auf 180 Grad). Vanilleeis dazu,Puderzucker drüber und als Krönung ein Klecks Hollerkoch  – ein Gedicht!

 

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