brain-storming

esche

Die Verästelungen in unserem Gehirn sind genau so mächtig wie die Äste dieser 150 Jahre alten Esche (Baumburg,Altenmarkt) – allerdings  um vieles mehr verzweigter. Auf arte lief gerade eine zweiteilige Dokumentation über neurowissenschaftliche Erkentnisse zum Thema Bewußtsein – oder besser zum Unbewußten. 95% unserer Handlungen und Impulse, Emotionen und Erfahrungen finden unbewußt statt. Die Ratio schmilzt auf 5%! Statt auf Intuition setzt unser ganzes Schul- und Lehrsysthem, unsere Werte – und Beurteilungsgesellschaft auf genau diese 5% …… – oder doch nicht?.. Denn: wenn du denkst du denkst dann denkst du nur zu denkst…..

Teil 1 über die „Magie des Unbewußten“ ist nicht mehr in der mediathek verfügbar wird aber am 7. September noch mal ausgestrahlt!  Teil 2  über die „Macht des Unbewußten“ ist noch eine zeitlang verfügbar.

 

Kunst-Zitate

danFlavin

Dan Flavins Lichtinstallation in der Königsklasse-Ausstellung auf Herrenchiemsee weist den Weg zum Himmel – in im Gebäude in großer Zahl hausenden Fledermäuse finden ihn einfach so!

SigmarPolke

Sigmar Polkes Bilder gefielen mir schon in der Pinakothek der Moderne immer wieder – egal bei welchem Licht ( und das ist wichtig wegen der sich verändernden Oberfläche) – und hier ganz besonders! Daß er mit seinen Linien – Fragmenten Albrecht Dürer zitiert habe ich erst jetzt begriffen!

dürersTriumphzug

„Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.‘‘  Theodor W. Adorno   

Bild-Resonanz

floating

 „floating“ – Aufnahme eines Stills, © Michaela Dreier, 2013

„Das zeichnet ein originäres, poetisches Bild aus: es besteht aus Banalem, das ins Unerhörte gewendet ist…Wenn Sie das Poetische genau auf diese Wahrheit hin in Sprache oder Bilder übersetzten müssen sie dafür den Kopf hinalten, und das berührt immer wieder ihre Existenz…..“ (Rainer Kunze – portrait auf br2)

Diese Zeilen treffen sehr genau auf Franz Wassermann zu, den ich kürzlich in Innsbruck besucht habe und der mit in seinem Atelier die neuen, noch unveröffentlichten Bilder zu „my livingroom“ gezeigt hat. Diese seine Bilder anzunehmen und als das  wertzuschätzen, was sie sind, fällt wohl vielen schwer. Franz, der bisher durch seine Aktionen und Porjekte unbequeme Themen in die Öffentlichkeit bachte, zeigt jetzt eine stille Seite, auch reduzierte Zeichnungen tauchen auf  – und knüpfen an an seine ganz frühen Arbeiten.

Was Kunst meint und transportieren kann wird heute kaum mehr über das reine Abbild nachvollziehbar. Das wurde mir sowohl in der „Königsklasse“ auf Herrenchiemsee als auch heute im „Maximum“ in Traunnreut bewußt. Es geht um die biografischen Lebenssituationen und Hintergründe der Künstler die über ihre Arbeiten das zeigen, was sie im Innersten bwegt. Einfach anschauen, konsumieren und einordnen geht nicht. Hinsehen und nachfragen, nachlesen ist ein Teil davon. – und natürlich das, was mich spontan anspricht, womit ich selbst in resonanz gehe.

Zerbrechlichkeit

Pelargonium acetosum

Das Foto zeigt eine Pelargonium-acetosum, also eine Urform der Geranie – ganz zart und unscheinbar aber zäh und ein Überlebenskünstler ist diese Blume aus der Gattung der Storchenschnabelgewächse. Diese blüht schon seit Wochen,und so wie sie dem Regen trotzt, trotzt sie der Hitze.  Sie duftet nicht oder zumindest für mich nicht wahrnehmbar. Da müssen wohl meine Spezialistinnen ran, die Bienen – die riechen mit ihren Fühlern alles! Und sie riechen auch besser als Hunde. Man hat schon Bienen als Sprengstoffsucherinnen konditioniert. Bereits nach drei Übungseinheiten haben sie zuverlässig angezeitg wo sich dieser befindet. Damit sind sie weit gelehriger und effizienter als Hunde.  Das Problem: Bienen werden nicht älter als 6 Wochen, man muß also in sehr kurzen Abständen immer wieder neue Bienen abrichten. Da ist der Hund doch wesentlich langfristiger einsetzbar.

Die Fragilität, also die Zerbrechlichkeit des Lebens, des Glücks, der Unbeschwertheit, der Unschuld, der Gesundheit begegnet mir immer wieder in all ihren Facetten. Auch wenn ich selbst nicht unmittelbar betroffen bin so macht es mich betroffen. Forscher haben über das Gähn-Verhalten von Mensch und Hund herausgefunden daß Hunde ebenso über  Spiegelneuronen verfügen wie Menschen und Primaten. Es stellt sich mir die Frage ob es sich wirklich um ein Mitschwingen auf der Gefühlsebene handelt oder um die Nachahmung eines beobachteten Verhaltens, also um ein Lernen. Doch egal ob erlerntes oder angeborenes Mitgefühl: es geht darum hinzusehen, die Tür zu öffnen und die Hand zu reichen. Sich verstanden fühlen – darum gehts, ob zwischenmenschlich oder zwischen den verschiedenen Spezien.

Ideen-Netzwerk

schädel

Ein Büffelschädel hängt in einem Baum und wenn der Wind hindurchstreicht, entstehen Töne ( wunderschön beschrieben in dem Buch Freitag oder das Leben in der Wildnis von Michel Tournier). „… Wer erzeugt die Musik: der Schädel, der Wind oder das Zusammentreffen der beiden?  Mit der Kreativität ist es genauso: Jeder von uns ist im Lauf des Lebens, im Lauf der Erfahrungen wie der Büffelschädel, durch den der Windhauch des Lebens streicht, wobei eine einzigartige Melodie entsteht. Was für ein herrliches Gefühl, wenn man erkennt, dass man nicht Künstler sein muss, um das eigene Leben als einen kreativen Prozess zu leben!

Die große Erkenntnis, die ich während meiner wissenschaftlichen Laufbahn in den letzten zwanzig Jahren gemacht habe, ist auch die größte Entdeckung der modernen Ökologie: Es ist der einfache und grundlegende Gedanke, dass das Leben der Ausdruck von Beziehungen in einem Netz ist und nicht eine Reihe punktueller Ziele, die einzelne Individuen verfolgen.

echinacea

Das gilt für Ameisen, Giraffen und Wölfe genauso wie für Menschen. ich hatte das Glük durch meine Beziehung zu all jenen, die sich für ökologische Ideen begeistern, meine Kreativität ausdrücken und etwas zum großen ganzen beitragen zu können. Dafür danke ich ihnen allen.“

Diese Zeilen schrieb David Servan – Schreiber, den ich in diesem blog bereits vor zwei Jahren erwähnt habe. Jetzt habe ich das Buch gelesen, daß er vier Wochen vor seinem Tod beendet hat : Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl. Das Buch beschäftigt und berührt mich aus vielerlei Gründen – die Themen Krebs und intergrative Medizin, die letztendliche Auseinandersetzung mit dem Tod, der Wunsch nach Leben, der Rückblick auf Geschaffenes, der Ausblick in Hoffnung und Demut werden in einer Weise beschrieben daß es mir Insprationsquelle zur Selbstreflektion und Besinnung auf meine Wurzeln und Ziele  ist zu denen immer schon gehörte Netzwerke mit aufzubauen.

Regentonne

… und die Regentonnen sind nach der gestrigen Gewitternacht endlich wieder voll, die Muschelblume kann ihr Wurzelnetzwerk weiter ausbauen!

 

Hitze-Lebenskünstler

Ein Sommer wie zu Kindertagen: heiß, die Luft riecht nach Heu und Stroh, es flimmert über den Feldern und dem Asphalt. Ein Schwall Wasser – ob unter der Gartendusche oder in einem See, Fluß oder Bach-  bringt nur kurze Abkühlung. Das Leben verschiebt sich in die Abendstunden hinein, trotzdem läuft der Alltag weiter – hauptsächlich im Freien. Katz und Hund liegen träge im Schatten herum, die Kröte besucht uns am Abend: ich habe ihre Bitte verstanden und gieße das Farn- und Efeubeet für sie. Tagsüber schraubt sich ein Greif (Bussard ? aber welcher? – jedenfalls sehr groß!) über die Thermik der Hitze nach oben – auf frisch gemähten Feldern verlieren Maus und Hase ihre Deckung und ohne einen Flügelschlag  nutzt er die Hitze für sich um seine Beute zu entdecken und zu schlagen. Die Bienen schwärmen bei dieser Hitze aus und summen als wäre nichts. Sie finden Wiesenblumen und am Bachlauf genügend Springkraut und somit Pollen für den Winter. Wie es es schaffen auch jetzt die Temperatur im Bienenstock bei 33 bis maximal 36 ° C zu halten ist faszinierend: mit gesammeltem Wasser und schnell schwirrenden Flügeln erzeugen sie den Effekt einer Klimaanlage. Im Winter heizen sie in dem Sie die Flügel auskoppeln und mit der Muskulatur zittern. Beide Verfahren sind energieaufwendig: der Honig ist ihr Sprit!

RV3

brutwabe

GewitterSt3

Die Gewitterstimmung täuscht – kaum ein Tropfen Regen fällt!

gewitterSt2

shiny old river

Ich hab ihn gefunden – den Ohrwurm, den ich seit dem Badespontanbesuch mit D. und R. im Ohr habe, weil R. wie ein Fels in der Brandung in der Alz stehend mit seiner schönen Stimme das Lied angestimmt hat …

waterlooSunset

Portrait-Foto: lieber doppelt als unterbelichtet…

Den Text baue ich mir um, und das hört sich dann so an :

shiny old river, must you keep rolling, flowing into the night?
People so busy, make me feel dizzy, taxi light shines so bright
But I just  need some friends
As long as I gaze on chiemsee sunset, I am in paradise

(Sha-la-la) Every day I look at the world from my window
(Sha-la-la) But chilly, chilly is the evening time
chiemsee sunset’s fine ……

Terry meets Julie, Waterloo Station, every Friday night
But I am so lazy, don’t want to wander, I stay at home at night
But I don’t feel afraid
As long as I gaze on chiemsee sunset, I am in paradise

(Sha-la-la) Every day I look at the world from my window
(Sha-la-la) But chilly, chilly is the evening time
chiemsee  sunset’s fine (Waterloo sunset’s fine)

Millions of people swarming like flies ‚round Waterloo underground
But Terry and Julie cross over the river where they feel safe and sound
And they also do need some friends
As long as they gaze on chiemsee sunset they are in paradisee…….

 

sundowner

Frei – heit

Das Leben findet gerade draußen statt, im Freien! „Im Freien“ kommt von „frei“, also vom germanischen  „frijaz, frija“  was NICHTS mit „frieren“ zu tun hat ( auch wenn das Wasser an manchen Stellen dazu Anlaß gibt). Dafür ist es analog zur „Freiheit“ zu verstehen. „Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts.“ (wiki) Diese Freihet nehme ich mir: zu entscheiden ob weiterhin im Auto zu schwitzen oder 30 Minuten ins Wasser zu springen! Das hier ist ein besonders schöner Platz – wer kennt den Ort? Das Beste dran: man geht rein und kann sich im wahrsten Sinn des Wortes treiben lassen.

dirling

Am Ufer gibt es  die „gebänderte Prachtlibelle“ zu sehen….

libelle3

 

…das Esszimmer ist jetzt auch im Freien…..

Innenhof2

…und am Abend ist die Feuerschale nach wie vor  die beste Mückenabwehr ( die Holzscheitlgeister helfen mit).

feuerschaleAntiMück