Schnee von gestern

Zur Erinnerung für alle diejenigen die über den ach so späten Schnee mosern:  einige Aufnahmen, die im letzten Jahr am 8. April entstanden sind:

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Da wir grüne Weihnachten hatten dürfen es jetzt ja wohl wenigstens weiße Ostern sein, oder?  In diesem Sinne: ein froehes Nestsuchen und Eierklauben!

 

 

 

Baum-Erinnerung

An die erste Baum-Begegnung könne sich wohl kaum jemand  erinnern, so früh findet sie statt  – das zumindest meinte heute der Baumspezialist Erwin Thoma in dem bayern2- interview. Bei mir zeichnete sich unmittelbar ein inneres Bild ab: das von flirrenden Zweigen und Blättern im Sonnenlicht. Als  Kleinkind – oder Säugling? –  lag ich oft unter der Trauerweide im Garten meiner Großeltern;  ich sehe sofort wieder das gleißende Licht, die eigentümlichen Farben, das Schattenspiel. Immer wieder taucht eben dies auf in meinen Zeichnungen, Skizzen und Kritzelbildern.

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Im keltischen Baum-Horoskop lese ich dann nach, daß ich eine „Weidenbaum-Geborene“ bin ( 1. bis 10. März und 3. bis 12. September), somit  “ naturverbunden, einsichtig, emotional, idealistisch, tatkräftig, präzise“, mein Motto: „Ich suche die Wahrheit“; und weiter : „.. geschmeidig wie eine Weide zu sein heißt, sich nicht festzulegen, auch Gegensätze leben und bis an die Grenzen gehen können…“ – letzteres birgt die Gefahr auch mal darüber hinaus zu gehen,  Herausforderungen als Selbst- und Identitätsbeweis anzunehmen statt als Standortbestimmung ( was mir hoffentlich zunehmend gelingt!) – das und vieles mehr, das auf verblüffender Weise zutrifft! Ich denke nach welche Bäume ich schon immer mochte, sie zeichnete und fotografierte, beobachte und entdecke. Kiefern und Pinien fallen mir ein, Linden und Tannen, Holler und Olive.

Da bei uns im Garten  eine wunderschöne Lärche steht ist diese nun mein naheliegendes Beobachtungs-Objekt. Diese zählt zur Gattung der Kiefern-Gewächse und ist als solche in dem Buch beschrieben. Und siehe da: meine Eltern sind beide „Kiefer-Geborene“. Als ich diese Beschreibung lese wundert mich nichts mehr…..

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alles Alu oder was?

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Auf den Verdacht, daß Aluminium bei Brustkrebs eine Rolle spielt, hat Phillipa Darbre, eine britische Assistenzprofessorin im Fach Krebsheilkunde, bereits vor Jahren hingewiesen und auch entsprechende Forschungen und Nachweise erbracht. Daß Aluminium wohl auch bei anderen Erkrankungen eine Rolle spielt rückt nun immer mehr ins Bewußtsein – so auch bei einer Freundin, die auf Grund nicht klarer Diagnosen aber heftiger Symptome (Nachtschweiß, permanente Mandelentzündungen, Nierenprobleme, Müdigkeit, Hautausschläge und seltsame Pustel) daraufhin untersucht wurde und eine entsprechend hohe Anreicherung nachgewiesen wurde. Deshalb möchte ich auf die Doku „Akte Aluminium“ hinweisen, die kürzlich auf arte lief und über arte+7 nochmal angeschaut werden kann.

 

self-made

Einmal nicht aufgepaßt und schon ist alles anders, denn wordpress hat das layout und auch sonst alles verändert und so wurde nichts aus einem spontanen,hochmotivierten Schreiben. Erst einmal war durchklicken angesagt mit dem Ansinnen, das neue Systhem zu verstehen. Ich melde mich also erst mal zurück und mehr zu lesen gibts demnächst.

Frühlingsgruß   Küchenbeil

Nicht das Kriegsbeil wird ausgegraben sondern endlich das – neue! – Küchenmesser geschwungen und wieder selbst gekocht. Der Griff des Messers, das in der Werkstatt meines Mannes entstand und das ich zum Geburtstag bekam, ist aus australischem Amboinaholz  (auch als wilder Gewürznelkenbaum bekannt) und die Klinge aus „gesenk- geschmiedetem“ Werkzeugstahl. Ich bekam viele schöne Geschenke – und alle haben  etwas mit Genuß  zu tun für Gaumen, Nase, Ohren, Augen. Die “Genußnudel” sagt Danke!

schwer ums Herz

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Lange nicht gemeldet – doch ein paar Stunden vor meinem „doppelten“ Geburtstag darf es schon noch mal sein…..doppelt deshalb, weil ich vor genau acht Jahren meine zweite OP hatte. Ich hatte damals bestimmte Bücher und Musik mit im Gepäck, auch von „Anastacia“. Ihr drittes Album „Anastacia“ schien wie für mich gemacht – in ihren songs hat sie ihre OP und Therapiezeit verarbeitet und Lieder wie „sick and tired“, „where do i belong“,“left outside alone“ und „heavy on my heart“ haben mich durch meine Zeit begleitet, mir Mut gemacht. Anastacia hat einen Fond gegründet und immer wieder auf die Chancen der Früherkennung durch Mammografie aufmerksam gemacht, ihre Bekanntheit und ihre Auftritte genutzt um junge Frauen zu sensibilisieren. Sie hat  Dokumentationen über ihre Krankheit ungeschönt ins Netz gestellt und wie kaum eine Betroffene offen darüber gesprochen – das hat mich inspiriert! Jetzt ist ihr sicherlich gerade wieder sehr schwer ums Herz, denn nach zehn Jahren ist der Krebs zurück . Mit jedem Jahr steigen die Chancen kein Rezidiv mehr zu bekommen – laut Statistik. Aber was sind schon Zahlen?! Ich kenne einige Frauen, die es auch nach einem Rezidiv gepackt haben – und ich drücke Anastacia ganz aufrichtig die Daumen, daß sie einmal mehr zu den „survivors“ gehört.

Schatzhaus

Wer weiß schon wie ein Neunauge ausssieht? Ich wußte es auch lange nicht, habe es mir aber sehr genau vorgestellt, damals, im Alter von 7 Jahren.

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 Meine Vorstellungskraft wurde ohne Zweifel sehr beflügelt vom „Kleinen Wassermann“, von der „Kleinen Hexe“ und vom „Räuber Hotzenplotz“. Mit den Abenteuern des Kleinen Wassermanns, die dieser im Teich bestand, bin auch ich hinabgetaucht in die Tiefen meiner Phantasie.

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Ottfried Preußlers Bücher sind ein Teil meines „Schatzhauses der Erinnerungen“ aus meiner Kindheit. Dafür ein später Dank anläßlich seines Todes.

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Stilleben

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 Heut war ich nach ewig langer Zeit mal wieder in München, und nein, nicht mit dem Radl! Es war auch so anstrengend genug – das Pflastertreten bin ich nicht mehr gewohnt! Das Stilleben der verschneiten Stahlrösser am Ostbahnhof  war dafür sehenswert. Wieder zu Hause hat mich der Frühling begrüßt.

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Zeit verräumen

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Es kommt mir im Moment so vor als würde ich gegen die Zeit anrennen, bei all der Räumerei; wieder einmal schichte

ich Bilder und Bücher auf, um, weg, hin und her, sortiere Unterlagen und die Papier-Berge werden nicht kleiner.

Dabei sortiere ich mich auch selber und das treibt mit unter seltsame Stilblüten. Angeblich arbeitete man konzentrierter

und effektiver wenn es um einen herum grün ist. Wird also Zeit, daß die Sonne den Schnee verräumt!

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Tumor-Biologie

 „Brustkrebs ist kein Notfall“ – da gebe ich Nadia Harbeck, Professorin an der LMU München, Recht. Leider kommen die Frauen aber bei Diagnosestellung immer noch zu sehr in eine  Notfall-ähnliche Schock-Situation und befürchten,  keine Zeit mehr für Überlegungen zu haben. Dies wird mit den neuen Test-Möglichkeiten nun hoffentlich anders!

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Auf Bayern2 wurden am Vormittag  u.a. diverse Ansätze und  Studien vorgestellt, die einen Umbruch in der Brustkrebstherapie  versprechen. Dank der nun möglichen, noch genaueren Gen-Analysen des individuellen Tumorgewebes können die Heilungschancen  und Therapieansätze erneut verbessert werden. Vorallem die Notwendigkeit von Chemotherapien, deren Nebenwirkungen die Betroffenen oft lange spüren, kann genauer beurteilt werden, wie „Die Welt“ schon im März letzten Jahres berichtete. Der Haken an der Sache: diese Tests werden von den Kassen nicht bezahlt, die Kliniken gehen in Vorleistung bzw. über die Einnahmen der OPs werden die Tests und die dafür notwendigen Geräte bezahlt. Dabei könnte so ein Drittel aller Chemotherapien eingespart werden, wie Nadia Herbeck in dem Radiointerview erklärt.
Sprechen die Patientinnen beispielsweise noch vor der OP auf eine gleich nach der Biopsie durchgeführten Anti-Hormon-Therapie an – erkennbar  eben durch den neuen Test und nachweisbar bereits nach 3 Wochen – wird nach der OP je nach individuellem Fall gar keine Chemotherapie mehr verabreicht sondern die Antihormon-Therapie weiter durchgeführt. Bei diesem Weg haben die Frauen einen Zeitgewinn von 3-4 Wochen und noch vor der OP kann die nachfolgende Therapie besprochen und überlegt werden – ein großer Vorteil, wie ich persönlich meine! Denn eines fällt mir immer wieder auf: der Zeitdruck den viele Frauen haben bzw. sich selber machen und die Not, sich entscheiden zu müssen noch während die Diagnose verarbeitet werden muß!

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Heute ist Welt-Krebs-Tag…. ich lese immer noch am Schmöker von Siddhartha Mukherjees „Der König aller Krankheiten“ – kapitelweise und wenn mir danach ist. Aber nicht heute, denn da gibt es genügend   Info zum Thema Brustkrebs und erfeulicherweise tut sich gerade hier  in der Erforschung sehr viel.

Hier noch wie versprochen einige Hinweise auf Studien und Ergebnisse vom San Antonio Kongress, die von Karuna Jaggar von  BCAction sehr gut zusammengefaßt sind: 

  •  Überlegungen zur Strahlentherapie : höhere Dosis und dafür kürzere Bestrahlung (START-Studie), ebenso die TARGIT-Studio, also die Bestrahlung des Tumornahen Gewebes noch währed der OP.
  • Überlegungen die Anti-Hormontherapie zu verlängern, genannt ATLAS-Studie.
  • Die AZUR-Studie befaßte sich mit der Vitamin-D-Frage.
  • Der Info-Blog von BCActionGermany ist generell empfehlenswert für diejenige, die sich tiefer in das Thema einlesen möchte.

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Ein weiterer Ansatz, der mich seit Jahren beschäftigt, zumal Krebs als „chronische Erkrankung des Immunsystems“ definiert wird:  „Wahrscheinlich kann und muss Krebs nicht nur durch Zerstörung besiegt werden,stattdessen muss es das Ziel sein, dem Körper wieder die Immunkontrolle über den Krebs zurück zu geben.“

Prof. Dr. Martin Röcken, Hautklinik Universitätsklinikum Tübingen, im innovationsreport

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    Bei so viel schwerer Kost darf es jetzt auch noch farbig-frühlingshaft werden, auch wenn das im Moment beim Blick aus dem Fenster noch nicht vorstellbar ist:

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    Wölfe und Wunder

    Hat auch was Gutes, wenn man viel unterwegs ist, somit oft Radio hört und das einstündige Interview mit Gudrun Pflüger mitbekommt: sie war als Wolfsforscherin in Kanada unterwegs und hatte dort erstaunliche Begegnungen. In Kanada erhielt sie allerdings auch die niederschmetternde Diagnose eines hochagressiven Gehirnturmors. Es folgten schwere Zeiten die die Österreicherin durchstand, zumal sie die Chemotherapie abbrechen mußte da sie, obwohl Hochleistungssportlerin, körperlich schnell am Ende war. Ihre Beschreibung dazu finde ich sehr passend wenn sie sagt, daß das Wort „gesund “ und „gesund werden“ in so einer Situation nicht mehr vorstellbar ist, es zu abstrakt ist und somit kein Ziel mehr darstellt.Welches Ziel kann es dann also noch geben?  Woran sich festhalten, was gibt einem Kraft und Lebensmut? In ihrer Not erinnert sie sich an den “ Wolfspirit“: an die Zielstrebigkeit, Geradlinigkeit, Bestimmtheit und Ausdauer der Wölfe die sie immer beobachten konnte – und nimmt sich diese zum Vorbild. Es gelingt ihr, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren und mit der Virotherapie auch medizinisch einen für sie erfolgreichen Therapieweg einzuschlagen. Über diese Zeit und Erfahrungen hat Gudrun Pflüger nun ein Buch veröffentlicht: „Wolfspirit – Meine Geschichte von Wölfen und Wundern“ (das ich aber noch nicht gelesen habe!)

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    zwei Wölfe im WSC, Ernstbrunn, bei einer Rangelei; copyright: Michaela Dreier

    Mit diversen Therapien und Forschungsergebnissen bei Brustkrebs habe ich mich auch neulich Abend befaßt: im Klinikum Traunstein gab es einen zusammenfassenden Bericht der neuesten Erkenntnisse, die jährlich beim großen Kongreß in St. Antonio vorgestellt werden. Das war viel medizinische Info. Zugleich habe ich mich wieder mit Material eingedeckt für die Selbsthilfegruppe. Besonders erwähnenswert finde ich die Broschüre „Ernährung bei Krebserkrankung“ mit vielen Tips gerade auch während den Therapien, verfaßt von Nicole Quirin. Es ist im freien Handel derzeit nicht erhältlich – ich versuche rauszufinden wo Ihr es bestellen könnt – jetzt muß ich aber wieder los!…

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