gefrorene Momente

Die Tage verfliegen, sind angefüllt mit Terminen, Aufträgen, Einsätzen. Ob im Schneegestöber durchs Berchtesgadener Land, des Nächtens mit der Wärmebildkamera ums Haus, Schreibend am PC – der erste Newsletter ist fertig..

newslitter.jpg

– und den alltäglichen ToDo`s : kurze Momente des Innehaltens, des Entdeckens blitzen durch, lohnen festgehalten und „eingefroren“ zu werden.

eisblumenbild.jpg Eiskristallblumen an der Scheibe

eisvulkan.jpg Eisvulkan

mohnklweis.jpg Seidenmohn verblühend

seidenmohnkl.jpg

_____________________________________________________________

Neujahrsbrot,Neujahrsblüte, Neujahrsbilder

 Wie versprochen ein paar Zeichnungen die gerade am laufenden Blatt entstehen und ein Skizzenbuch füllen das ich schon im Vorab geordert wurde. Der neue Besitzer muß sich noch gedulden ( Grüße nach Wien: es dauert nicht mehr lange!)

portmann.jpg  portrait21.jpg schattenpaar.jpg

Portraits die oft sehr schnell vorm Fernseher entstehen.

wachsmadonna.jpg holzmadonna.jpg

Links eine Madonna mit Kind aus Wachs, rechts ein Stück Holz das zufällig fast die gleiche Form hat.

rittersporn.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum neuen Jahr begrüßt mich der geöffnete Kelch eines Rittersterns, bekannt auch als Amaryllis,was aber nicht ganz stimmt weil nur die Belladonna-Lilien der südafrikanischen Berglandschaft als solche bezeichnet werden. Die bei uns gerade erhältlich sind und ihre eindrucksvollen Blüten aus den dicken Zwiebeln schieben sind Arten des südamerikanischen Hippeastrums (Ritterstern). Egal woher – diefFiligranen Blütenblätter sind einfach unglaublich! Die Blüte steht am Küchenfenster- fatal, denn so bin ich beim Kochen dauernd abgelenkt! Trotzdem ist mir das Neujahrsbrot ganz gut gelungen, das ich in der siebten der Rauhnächte gebacken habe ( im Holzofen – klappt super!)

neujahrsbrot.jpg

 

 

 

 

 

 

Und so strecke ich wie die Äste der Glyzinie ( schon mit neuen Knospenansätzen) heute dem Abendhimmel meine Arme dem neuen Jahr entgegen.

fuhler.jpg

______________________________________________________________

Verwandlung

 Unser Katzenpärchen hat sich als Brüderpaar herausgestellt, Fanni (links) heißt jetzt „Fannino“. Simmerl hats natürlich eh schon immer gewußt. Für das Fotoshooting habe ich die Herrschaften gerade beim Mittagsschläfchen gestört – dem Blick nach waren sie nicht erbaut darüber!

 bruder.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Ansonsten gabs viel zu Kochen, zu Essen, Beisammen sitzen.

 pasta1.jpg  tomatenessenz1.jpg

tomatenessenz.jpg pasta2.jpg

selfmade.jpg

Und es bleibt Zeit zum Zeichnen… Bilder gibts die nächsten Tage mal.

_______________________________________________

Bildreisen

helenfrankenthaler.jpg

Vor 25 Jahren bin ich das erste mal über sie „gestolpert“  als ich begann mich mit der informellen Malerei zu befassen. Von da an tauchte sie bzw. ihre Bilder immer wieder mal auf in meiner Wahrnehmung: Helen Frankenthaler. Mit sechzehn beschloß sie Künstlerin zu werden nachdem sie schon als Kind von ihren Eltern sehr unkonventionell  in die Richtung der Moderne gefördert wurde. Noch sehr jung kam sie, in New York lebend, in Kontakt zum abstrakten Expressionismus und dessen Vertretern.Mit dem Bild „Mountains and Sea“ machte sie auf sich aufmerksam – 1952. Da war Helen Frankenthaler 23 Jahre alt und ich noch nicht mal geboren. Inspiriert von Jackson Pollock schüttete sie Ölfarbe verdünnt mit Terpentin auf am Boden liegende Leinwände. Statt kleinformatige Aquarelle schuf sie großformatig lassierende Farbfelder. Später verwendete sie Acryl und setzte diverse Kompositionen auch in Drucktechniken, vorallem Holzdruck, um. Als Vertreterin der Informellen Kunst, die  mehr eine innere Haltung bezeichnet denn einen Malstil, lehnte sie jede Art der Erkennbarkeit, der konkreten Form und Zuordnung ab. Doch in ihren Bildern und auch den dafür gewählten Titeln wird spürbar welchen Eindrücken sie sich öffnete : der Landschaft und der Natur. Das Gesehene und Erlebte fand Ausdruck in ihren auf Farbflächen reduzierten Bildern. Jede Leinwand sei eine Reise, die „wie von selbst“ geschehe . Mir als Betrachterin steht es offen mich mitnehmen zu lassen auf die eine oder andere Bild-Reise. „Ocean Drive West # 1“ von 1974 zeigt für mich das Meer  oder den Chiemsee, so wie ich ihn sehe wenn ich meine Brille abnehme! Da das Bild dem copyright unterliegt kann ich nur einen link einfügen : http://www.posterlounge.de/ocean-drive-west-1-1974-pr14773.html

Meine Lochkamerabilder kommen meinem „Farbfeld-Sehen“ ziemlich nahe:

chiemseebooteklein.jpg

Chiemseeboote, CameraObscura, 2005

Gestern ist die weitgehend unbekannte aber sehr bemerkenswerte Malerin im Alter von 83 jahren gestorben. Mehr zu Helen Frankenthaler unter : http://www.theartstory.org/artist-frankenthaler-helen.htm

Fürs neue Jahr wünsche ich mir wieder mehr Zeit und Möglichkeit Eintzuauchen in Farben und ins Atelier.

jahresgrweih011.JPG

______________________________________________________________________

 

Matt-Scheibe(nkleister)

 … oder: der Versuch vom gelingenden Umgang mit dem Föhn…..

fohnberge.jpg

Lange hat ich meine Ruh, nun schlägt er wieder zu – der Föhn. Nein, nicht der im Bad, sondern der Fallwind aus den Alpen. Auf wikipedia ist einiges zu lesen über den Alpenföhn, nur hilft mir das nicht wirklich weiter. Denn was da wirklich los ist im Körper mancher Menschen ist noch nicht erforscht.  Ich reagiere z.B. auch nicht den ganzen Tag wie viele andere sondern nur wenn er sich aufbaut – so zwischen 4 und 5 Uhr früh ( Kopfschmerz akut)  und dann am Nachmittag wenn er zusammenbricht und Windböen einsetzen. Meine sonstige „Aktiv-Zeit“  von 7 bis ca. 22 Uhr wird um die Hälfte verkürzt und mir bleibt ein Zeitfenster von ca. sieben Stunden um alles Wichtige zu erledigen. Schlagartig setzt dann ein Art Migräne ein und ich hab zu tun meinen Kreislauf wieder einzufangen….. Doch genug der Jammerei: irgendwie bekomm ich es sogar gebacken und fröne nicht dem dolce vita! Wichtige Post ist zu erledigen und einige Kalender-Nachbestellungen sind fertig zu stellen. Ein Kunde am Tag Hundetraining geht auch noch, das Einklinken im Hundetrainer-Seminar leider nicht mehr. Haushalt schaff ich auch grad noch bzw. was möglich ist.  Gut dass ich einiges vorgekocht habe an Suppen und Essenzen und die Weihnachtsbäckerei letzte Woche mit der Hilfe meiner Mutter – zu zweit machts einfach mehr Spaß – weitgehend abgeschlossen ist. So, nun darf er aber kommen, der Winter, vorerst ohne Föhn!

3erofenpack.jpg

Schachmatt auch bei meinen Vierbeinern? Nein, denen ist der Föhn schnurzegal – die sind wohl resistent! Hauptsache der Ofen ist warm…. Die Kameras scheinen schon zu reagieren:die Fotos wirken irgendwie „krisselig“…..

_________________________________________________________

Sonnen-Fänger

Die Kalender 2012 sind fertig – bei Kaiserwetter im Freiluftatelier Balkonien entstanden sie wie von selbst, diesmal als Collage mit Speziallack am Schluß dann patiniert, wirkt wie eingefangene Sonnenstrahlen.

freiluftatelier.jpg

a4.jpg

kalender.jpg

hausbankbestzer.jpg

Der Kater hat hin und wieder zugesehen, doch meistens gedöst.

ala Philomena

 

quittenfruhstuck.jpg

 Quittenmarmelade ala Philomena : tagelang habe ich mich davor gedrückt die Quitten klein zu schneiden, zu entsaften,weiter zu verkochen. Dann hat mir eine Freundin  das Familienrezept ihrer Mutter Philomena  verraten – die es wiederum von ihrer Mutter hat- und die Zubereitung war eine Freude : die Quitten werden geraffelt – das ging ganz einfach. Dann wird das Fruchtfleisch mit dem Saft von 2 Zitronen vermischt damit es gelb bleibt und nicht braun wird. Die Kerngehäuse habe ich zur Hälfte angeschnitten und mit untervermischt wegen des Pektins in den Kernen.Anschließend das Fruchtfleisch mit wenig Wasser ( 2-3 Tassen für 7 Quitten),  der notwendigen Menge Gelierzucker, Zimtstangen und Nelken über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag als Marmelade gekocht. Vor dem Einfüllen in die Gläser habe ich die Zimtstangen,Nelken und die Kerngehäuse rausgefischt. Die Marmelade ist absolut gelungen und schmeckt intensiv nach Quitte – herrlich!

quittenmarmelade.jpg

Der Duft nach Quitte, nach Zimt und Nelken und dann auch noch Rauhreif am Morgen – fast schon weihnachtlich. Die Quitte gehört übrigens zur Familie der Rosengewächse, stammt ursprünglich aus Griechenland und heißt dort melimelon– Honigapfel.


rauhreif.jpg

Leben passiert

 Heute gestand mir eine Freundin, besorgt über ihre Lebensplanung: „Ich weiß einfach nicht was ich will und wohin ich will und wer bin ich überhaupt?“ Für mich Anlaß und Auslöser, meine Jahre Revue passieren zu lassen. Eines ist schon mal klar: was man will und wohin sind sich einander bedingende Fragen die Denker und Philosophen seit Alters her, Psychologen und Neurowissenschaftler seit kurzem beschäftigen. Vermutlich ist diese Frage in Kombination mit der nach dem Sinn des Lebens  so alt wie die Menschheit selbst. Ich war mir selber schon ein paar mal ganz sicher genau das zu meiner Zufriedenheit beantworten zu können – um es dann kurz darauf wieder neu zu finden und zu definieren, beruflich wie privat. Aber: einen, sprich den, geradlinigen Weg gabs eigentlich nie! Meine Erfahrung: meine Lebens-Ziele habe ich nie formuliert und anvisiert, sie formieren sich von selbst, formen sich in und aus mir.

dreiviertelmond1.jpg

Wer man ist , das ist auch so eine wandelbare Angelegenheit: kaum dachte ich es zu wissen – und da liegt schon mal der Hund begraben, denn wissen kann ich es eh nicht, wenn dann fühl ich es – schon entdeckte ich ganz neue Züge, Möglichkeiten,Facetten, Ansätze, Ideen, Stärken und Schwächen. Bis ca. zu meinem 40. Geburtstag war ich auch des öfteren beunruhigt darüber, war unsicher, zweifelnd, manchmal unruhig. Dann kamen Spiritualität und  Meditation in mein Leben, kurz darauf die Krebserkrankung – und alles hat sich relativiert, Gelassenheit macht sich breit.

dreiviertelmond4.jpg

Ein guter Ansatz in Zeiten persönlicher Verunsicherung ist allemal Bogenschießen, noch dazu in diesem wunderbaren Herbst, in den Wäldern und aufm Berg. Das befreit und klärt Herz und Hirn, die Ziele sind vorgegeben, dann brauchts nur noch Konzentration und den Focus.

waldschutze.jpg

Öffne der Veränderung deine Arme aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen“ lautet eine buddhistische Weisheit, die  es ganz gut trifft.

Und ebenso: „Leben ist das, was passiert, während wir damit beschäftigt sind, Pläne zu machen“– von John Lennon

______________________________________________________________________