Kunst-Genuß

Melde mich zurück! War wieder auf Einsatz in einer Klinik, genieße jetzt den Herbst im Alpenvorland und komme langsam zur Ruhe. Für heute ergab sich spontan  ein Besuch im Franz-Marc Museum in Kochel am See. Ganz im Sinne der  sehr sehenswerten Ausstellung „Franz Marc und Joseph Beuys – Im Einklang mit der Natur“ konnten auch wir die Natur ganz und gar genießen, befanden uns im Einklang mit der Landschaft hier, genoßen die Aussicht ins Loisachtal und auf den See – kein Wunder bei dem wunderbaren Herbstlicht, der Kulisse, dem Bergblick! Das Tüpfelchen auf dem „i“ waren das feine Essen des Museumsrestaurants „Zum Blauen Reiter“: zu den Kräuterknödeln bekam ich ein Saisongemüse mit „cime di rapa“ , dem italienische Wildbrokkolie, den ich leider bei uns nirgendwo bekomme! .. zum Zerschmelzen!…..

Und das ganze in der Sonne und auf der Terasse sitzend – Genuß pur!

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Mit Karin, die mich auf ihrem Hof in Niederbayern so wunderbar beherbergt hat. Im Hintergrund der Museumsanbau.

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Die „Ruhende“, Bronzeguß von Hans Stangl, hat im Park einen wunderschönen, passenden Platz gefunden.

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auf Reisen

Fast hätte mir der plötzlich Kälte- und Wintereinbruch eine ebenso überfallsartigen gesundheitlichen Knockout beschert. Eine „Roßkur“ mittels LacVital-Colostrum, Ingwertee und Schwitzkur kombiniert mit über zwölf (!) Stunden Schlaf  vertrieb Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Schwäche. Hätte ich es gleich so gemacht wie meine Fellnasen und das Regenwetterwochenende verschlafen oder mit „Flätzyoga“ überbrückt….

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So war ich Sonntag Abend wieder fit und bin gen Niederbayern gedüst. Nun also sitze ich tagsüber in Kellern und entlocke den mir Anvertrauten Seelenbilder. Mir selbst gönne ich am Abend cineastische Reisen. Der Lebensinhalt von Pina Bausch tanzt an mir vorbei, durch mich hindurch und fesselt mich mit Menschen-Körper-Bildern. Oder ich begebe mich mit Yessica Schwarz durch Buenos Aires, folge ihrem „Lied“ und lasse mich zu „Linien in mir“ hinreißen. Wie schön, dass es in diesem Kurort so ein tolles Programmkino gibt!

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Impressionen

 

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Mitlerweile ist es Oktober und ich war die letzte Zeit stundenlang im Freien – im Garten und am See. Oft waren Freunde zu Besuch und so manch alte Freundschaft wurde neu belebt. Mit meiner Cousine war ich auf „Fotosafari“ am See

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Dabei fielen mir Schilfwurzeln auf, die im Kreis wachsen und an beiden Enden Wurzeln bilden. Davon gibts gleich eine ganze Menge! Das sommerliche Chiemseeflimmern weicht nun den Herbststürmen und hinterläßt Wellen mit Schaumkronen. Windböen mit bis zu 35 Knoten fegen  über den See. Das im Getränkemarkt prophezeite „Schnäramma“ (Schneeräumen) bleibt aber noch aus.Vorboten für den Herbst waren die Nebelfelder  – fast wie „Avalon“ erschien es uns am Königsee.

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Nach-Lese

 Vor einigen Wochen habe ich “ Die Malweiber“ verschenkt, einen sehr schön aufgemachten Bildband (von Katja Behling und Anke Manigold , erschienen im Elisabeth Sandmann Verlag,) über unerschrockene Künstlerinnen um 1900.  Das Buch gefiel mir so gut, dass ich es mir noch mal selber geleistet habe.  Im Anschluß las ich dann die Paula Moderson-Becker  Biografie von Barbara Beuys um festzustellen, dass es damals wie heute ein unglaublicher Spagat ist für Künstlerinnen, ihren Beruf zu leben und gleichzeitig einer gesellschaftlichen und familiären Anforderung zu entsprechen bzw. sich aus letzterer frei zu schaufeln. Zumal das Kunst schaffen nicht nur im Atelier statt findet sondern mit dem Sehen, Wahrnehmen, Erkennen, Skizzieren ein ständiger Prozess ist. So ertappe auch ich mich bei dem Wunsch, der Tag möge doch 36 Stunden haben!

 

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„Sehen Sie Fräulein, es gibt zwei Arten von Malerinnen: die einen möchten heiraten und die anderen haben auch kein Talent“ spöttelte im Jahr 1901 der Simplicissimus. Wobei ein Talent, also eine Gabe, nur am Rande mit Können sondern hauptsächlich mit Müssen und Konsequenz zu tun hat. „Eindruck braucht Ausdruck“ formulierte meine Freundin dereinst sehr treffend und findet Ihre Form und ihren Weg heute auf ganz eigene Weise:

 

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An dieser Stelle einen ganz lieben Gruß an  Dich und die allerbesten Genesungswünsche: alles wird gut!!!!

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Lingua Vitae

Nun ist bald schon wieder eine Woche um seit dem letzten Eintrag.

yssssssssssssssss – das hat soeben mein Kater „Simmerl“ geschrieben bei dem Versuch meine Aufmerksamkeit durch die Überschreitung der Tastatur auf sich zu lenken….Was mag es heißen ? Ist es eine Beschwerde? – Kann schon sein, denn auch diese Woche stand wieder ganz im Zeichen „Hundetrainerseminar“. Wobei ja auch die beiden Katzen sehr von der Gelassenheit und Friedfertigkeit unserer Hunde profiitieren. Um einen Eindruck zu vermitteln was alles möglich ist hat meine Kollegin Simone Häußler von Lingua Canis, der mobilen Hundeschule im Raum Stuttgart, folgendes Video auf YouTube veröffentlicht:

http://www.youtube.com/watch?v=QO7ZB_7yxSs

Ansonsten findet sich trotzdem immer wieder mal Zeit um zu Zeichnen,

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das sonnige Herbstwetter zu genießen

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und Neues zu entdecken. So wie diese wunderschöne Türe, die mir heute in Salzburg/Elsbethen auffiel.

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Toleranz + Verstand

 „Verliert ein Tier seine Furcht und Angrifslust gegenüber einem potenziellen Sozialpartner – mit anderen Worten, ändert sich sein Temprament – so scheint seine soziale Intelligenz zuzunehmen“, das ist eines der Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Brian Hare, Dr. und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Er forscht vergleichend an Hunden, Silberfüchsen, Bonobos (Schimpansen) und Menschen. Wir haben im Moment die Gelegenheit das life mitzuerleben:

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Laut Dr. Hare  unterscheidet sich das Tier dabei nicht vom Menschen: „Anders ausgedrückt: Erst mit zunehmender Toleranz seinen Artenossen gegenüber kam der Mensch zu Verstand“. Eine Erkenntnis, die in der wachsenden Ich-Kultur zu Denken geben sollte.

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 Der heutige Regentag bot mir Gelegenheit wieder mal zu lesen ( die Biografie von Paula Moderson-Becker) zu recherchieren, mein Foto-Bildarchiv zu sortieren – und die Zwetschken, die uns ein Freund vorbeibrachte, in Mus und dieses weiter als Füllung in „Pofesen“ zu verarbeiten:

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Lebens-Schule

Demnächst gehts also los mit unserem AGATHA-Begleitprogramm. Ein ausführlicher Artikel über unsere Selbsthilfegruppe und das neue Projekt war kürzlich im Trostberger Tagblatt erschienen, verfasst von Pia Mix. Ein Bild einer meiner Arbeiten aus deser Zeit wurde mitveröffentlicht.

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Infos zu unserem Begleitprogramm findet ihr unter :http://www.selbsthilfe-brustkrebs-chiemgau.de/page5.html . Zur Auftaktveranstaltung am 5. Oktober konnten wir Prof. Matthias Volkenandt gewinnen, der uns schon bei mehreren Kongressen aufgefallen ist und zu seinem Schwerpunktthema Patienten-Arzt-Kommunikation sicher wieder sehr anschaulich-amüsant-direkt referieren wird. Seit vielen Jahren verweist er immer wieder auf den wichtigen Aspekt der  Kommunikation zwischen Arzt und Patient, die zwar die häufigste Handlung in der Praxis und im Klinikalltag ist aber am wenigsten geschult, reflektiert angewandt und als gelingender Aspekt einer Behandlung erachtet wird. Ein kleiner Vorgeschmack dazu: http://klinikerfolg.org/vortrag-volkenandt.aspx

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Nach einer ziemlich unruhigen Nacht hatte ich zum x-ten Male den Traum, mich in einem Schulhaus zu befinden und meine Unterlagen zu suchen. Noch im Traum habe ich mir die Frage  gestellt wie alt ich nun bin und wie lange das wohl noch so weiter geht, 40 Jahre müßten doch jetzt genügen. Und im Übergang zum Wachbewußtsein konnte ich laut lachen, denn als ich mich auf der Suche nach meinem PKW kurz umdrehte stand auf dem Schulgebäude „Leben“.

Wäre das Schulhaus in Fakultäten unterteilt so würde auf dem Eingang, den ich im Moment täglich betrete, folgendes stehen: Mobile Hundeschule.Denn nicht nur eine Diagnose veränderte mein Leben, auch die Entscheidung, Hundetrainerin zu werden und  zu sein. Da ich nun mal nichts von Schnellschußausbildungen und Wochenendkursen halte bin ich also nun im „Stufe 3“ -Kurs der „Mobilen Hundeschule“, der bis Ende nächsten Jahres gehen wird. Seit über einem Jahr drücke ich also mindestens einmal im Monat für mehrere Tage die Schulbank – und staune, lerne,hirne hoffentlich noch lange!

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regenerieren

Regenerieren – so wird die Möglichkeit und Chance beschrieben, sich zu erneuern und  – im reflexiven Sinn –  sich aus eigener Kraft wieder herzustellen. Wir alle kennen es und durften es schon erleben  wie wir uns nach Krankheit und Unfall wieder erholten , uns unsere Gesundeit wieder „generierten“, also fast automatisch wieder erzeugten.Ehe dies eintritt degenieren wir in der Regel, entwickeln uns zurück, werden zum “ Kleinkind“, brauchen Hilfe, Zuwendung , Unterstützung. Bis irgend etwas in uns sagt: so, jetzt reichts, raus aus diesem Stadium. Der erste Impuls kommt aus uns selbst – wir winden uns raus, so wie die Zucchieniblüte sich aus der Knospe dreht:

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Weitere Unterstützung holen wir uns dann bei Freunden,Fachärzten,Therapeuten, Homöopathen, Heilern und Schamanen. Da kann es ganz hilfreich sein gezielt komplementäre, also ergänzende Therapien für sich zu finden und anzuwenden, vorallem solche,die zu einem passen. Doch wie sich zurecht finden in all dem Angebot?! Gut dass jetzt ein „Compendium der Complementär-Medizin“ verfaßt wird. Ich hatte die Möglichkeit das Thema Kunst- und Gestaltungstherapie darzustellen, was im Kapitel „Psychotherapeutische Verfahren“ auf 5 1/2 Seiten veröffentlicht wurde ( Seite 294  – 299).Der neue Therapieführer erscheint in der EDITION CO’MED und verschafft wertfrei einen Überblick über die spezifischen Therapiemethoden der Naturheilkunde und psychotherapeutischer Verfahren. Er erscheint im Sommer 2012 und kostet 16,80 €.

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Apropos regenerieren : am 22. Juni fegte ein Hagelsturm auch über Chieming und unseren Garten hinweg. Eine Kastanie büßte ihren Wipfel ein und mein Hocheet sah so aus: die Bohnen, der Salat, Zucchinis und Kräuter waren Matsch, einzig der Mangold hat am Strunk überlebt. salat und Bohnen hab ich nachgesetzt…..

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… und nun, zwei Monate später siehts so aus:

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…….und so meine gestrige Ernte :

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Und Katzen haben sowieso die beste und effektivste Art  sich bei der Hitze zu regenerieren:

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gefundene Sätze, gezeichnete Bilder

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„…..Jeder Mensch ist ein Sänger, ein Tänzer und ein Maler…..“ , Giora Feidmann auf „Radio Wissen“, Bayern 2, 16.08.

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„.. sei dein eigener Lehrer…“ ,Midori Seiler, Violinistin, „Kulturzeit“, 3sat

Die beiden Zeichnungen  sind eine Co-Produktion von mir und Finley, der bald 3 Jahre alt wird und mich überraschend am Feiertag besucht hat.

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Carpe diem

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Wieder ein Abendhimmel der absonderlichen Art: so stelle ich mir das Wetter in Patagonien vor, zumindest beschreibt es ein Bildband derart. Wie war das noch gleich: vor der Klimaerwärmung findet erst mal ein Wandel statt, eine Verschiebung. So bleibt die „Himmelsnadel“ des Künstlers Peter Luther ( der leider keine eigene homepage hat) immer in Bewegung….Bewegt hat mich auch der Tod von David Servan-Schreiber, der kaum bemerkt und in den Medien nicht groß kommentiert wurde ( zum Teil wohl deswegen, da er am Tag der Terror-Anschläge in Norwegen starb) . Mit seinem „Anti-Krebs-Buch“ hat er, der Psychiater und Schulmediziner (Neurologe), den Focus auf komplementäre, also ergänzende Behandlungsmethoden gerichtet. Sport, Ernährung und die psychische Einstellung sind demnach  – und mitlerweile auch belegt durch Langzeit-Forschungen – maßgeblich für die Heilungschancen, die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Krebspatienten mit verantwortlich (siehe http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/761988/ ).

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Bei David Servan- Schreiber wurde im Alter von 31 Jahren zufällig – er hatte sich für ein Forschungsprojekt freiwillig für eine neue Untersuchungsmethode zur Verfügung gestellt – ein bösartiger Tumor im Gehirn entdeckt. Die Ärzte gabe ihm nur noch wenige Wochen. Neunzehn weitere Lebensjahre waren ihm gegönnt ehe er an einem Rezidiv, einem Wiederausbruch des Tumors verstarb. So konnte er so wunderbare Bücher wie  „Die Neue Medizin der Emotionen“  schreiben. Auch sein Anti-Krebs-Buch gab und gibt vielen Kraft und Zuversicht und ermöglicht eine grundsätzlich andere Einstellung zum Thema und zur Diagnose Krebs: „… So kann die Nähe des Todes auch eine Art Befreiung sein. In seinem Schatten erhält das Leben auf einmal eine Intensität, eine Tiefe und einen Reiz, die es bis dahin nicht gehabt hat. Natürlich sind wir, wenn es soweit ist, auch verzweifelt….. aber wäre es nicht traurig, wenn wir gehen müßten ohne das Leben ausgekostet zu haben? Wäre es nicht viel schlimmer, wenn wir im Moment des Abschieds nicht Grund zur Trauer hätten?….“(S.40, Das Anti-Krebs-Buch)

Und wenn wir schon beim Thema sind: das AGATHA-Begleitprogramm unserer Selbsthilfegruppe beginnt im Herbst und bietet viele interessante und informative  Veranstaltungen: www.selbsthilfe-brustkrebs-chiemgau.de/page5.html

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