Fellnasen-Netzwerk

Hundetraining – hatte diese Woche die Möglichkeit 3 Tage lang  mein Basiswissen in Theorie und Praxis noch mal zu vertiefen und beim Stufe1-Training noch mal mit reinzuhöhren und mitzumachen. Einige der teilnehmenden Fellnasen haben sich als Modell zur Verfügung gestellt – Stillsitzen statt „Schwimmtraining bei Dauerregen“ war uns allen lieber…..Ansonsten war es wieder mal eine Freude mit zu erleben, wie sieben Hunde ( 2 GoldenRetriever, 1 Boxerhündin,1 Rottweiler-Hündin, 1 Schäfer-Mix-Rüde, dazu Aisha und Bruni) stundenlang ruhig in einem Raum liegen und sitzen. Spannend wirds kurz wenn Kater „Amigo“ zu Besuch kommt – aber genau diese Situationen zu meistern ist ein wichtiger Teil der vielschichtigen Ausbildung.

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Wer sich immer noch wundert warum ich nicht bei „twitter“, „localisten“ oder „facebook“ bin findet hier die Antwort:

http://www.br-online.de/bayern2/nahaufnahme/internet-konzerne-macht-wirtschaft-ID1294733934772.xml

Ich werd immer wieder „eingeladen“ , aber Leute, vergeßt es einfach! Das Fellnasen-Netzwerk ist mir allemal lieber!

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Glückssymbole

Menschen, die sammeln, seien glückliche Menschen, hörte ich auf meiner Fahrt nach Tirol ins „Haus der Völker“ im Radio, denn sie würden dadurch ein wenig Ordnung ins Chaos des Alltags bringen. Demnach ist Gert Chesi, gebürtiger „Schwaz“er und in Afrika lebender Ethnograph – und Sammler – ein besonders glücklicher Mensch, denn er hat das Museum für Kunst und Ethnographie in Schwaz gegründet und macht seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert von den ausgestellten Exponaten und wechselnden Themenausstellungen. Sogar meine viel in der Welt herumgereiste Cousine war ganz begeistert und hätte so viele besondere Ausstellungsstücke nicht erwartet.

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Ich bin besonders an „Ganesh“ hängen geblieben – sah ich doch Tags zuvor die sehr berührende Dokumentation des Indischen Jungen mit gleichem Namen: Ein indisches Ehepaar bittet den Hindugott Ganesh um einen Sohn. Der Wunsch wird erfüllt, doch durch einen gutartigen Tumor ist sein Kopf so deformiert, dass er dem Elefantengott – seinem Namenspaten – auch äußerlich ähnelt. Die Eltern nehmen  – wie der Junge selbst –  das Schicksal an, hadern nicht, lieben ihren Sohn und fördern ihn so gut sie irgend können. Allerdings droht der Junge durch die wachsende Deformation zu erblinden. Ein Journalist wird auf die in bescheidensten Verhältnissen lebende Familie aufmerksam, durch den entstehende Medienrummel wiederum ein kanadischer Schönheits-Chirurg sowie ein indischer Medienmogul, der einen Teil der OP-Kosten übernimmt. Ein Spezialistenteam fliegt auf eigene Kosten nach Indien und operiert „Ganesh“ entgeltlos. Am Ende sieht man  den sechsjährigen „Ganesh“ endlich das tun, was er sich sehnlichst wünschte : auf einem Rad durch sein Viertel flitzen. Der Film wird kommenden Freitag, 14.1. auf arte um 09:15 wiederholt – „Ganesh – ein Gott, ein Kind, ein Schicksal“

     

Den gläubigen Hindus bringt „Ganesh“ Glück, bei uns ist das Hufeisen ein Glückssymbol…gluckauf1.jpg

… oder ein Kaiserschmarrn, wie er auf 1700Meter Höhe mit grandiosem Blick über das Inntal im Naturhotel Grafenast serviert wird…

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….oder Feierabend-Stimmung am See…..

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(Fotografie: Manuela Merkl)

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kreis-rund

 Heute geb ich mal einen Ausstellungshinweis weiter:

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+ 1 Grad, ein Temperaturunterschied von 18 Grad innerhalb von 20 Stunden – das lockt sogar die ersten Camelien raus! Ich habe die beiden Stöcke hinterm Haus an einem schattigen Platz mit Abendsonne und gelegentlichen Regengüssen „übersommert“. Jetzt haben sie  ganz viele Knospen.

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Sonnenlächeln

„Du! – Sonne
lächelst mir zu
durch die Nebelschleier
meines Seins;
durch die Tränen
meiner Zeit…..“……
(Heidemarie Chaerling)

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Sonnenbilder eines Tages: rosa Sonnenaufgang, Sonnenfinsternis der anderen Art, Sonnenuntergang am See.

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Glück + Trauer

Während ich gestern  im Bayern2 Radio ein sehr gelungenes Feature über das Glück hörte : http://www.br-online.de/bayern2/nachtstudio/radio-revue-13-meditationen-nachhoeren-ID1292842758649.xml, war ich in meiner Küche kreativ: Walliser Nußkuchen und Pasta-Teig. Zur theoretischen Abhandlung kam die praktische Umsetzung also unmittelbar hinzu, denn wie sagte einst Sophia Loren: Nudeln machen glücklich!

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Tortellini mit Lachsfüllung : die Farce aus warm geräuchertem Lachs, Kräutern und Sahne, einfach mit der Gabel verrührt; der Pasta-Teig diesmal mit 2 Eiern; das ganze getoppt mit einer leichten Sauce aus Kräutern und 4 Cocktail-Tomaten, 2-3 Schuß Riesling Kabinett trocken ( Spindlers wunderbare „Philosophie“) und ein wenig flüssige Sahne, abgerundet mitParmesan. Die Tortellini kamen zum Trocknen auf den Wäscheständer, die gabs heute mit Lachs.

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Zufrieden und glückselig saß ich am Abend da, als ein Anruf mit trauriger Nachricht kam: mein Großonkel ist ganz plötzlich verstorben. Glück und Trauer und Abschied liegen wieder einmal ganz nah beieinander! Die Umstände dieses Abschieds sind wie ein flashback: keinerlei Verabschiedung war möglich! von Moltkes Zitat trifft ins Schwarze, nachdem man einen Menschen, der gestorben ist, zwar beweinen kann, aber  „diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben.“ Mein Mitgefühl gilt allen voran also meiner Großtante, dem Sohn mit Familie, den Enkeln und der Schwester.

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Gelassenheit & Mut

„Ich wünsche mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann;
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann;
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Mit diesem Zitat von Reinhold Niebuhr als meinem persönlichen Wunsch verabschiede ich mich in die Syvesternacht und freue mich auf ein Wiederlesen im neuen Jahr 2011.

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„Freiflug“ , Mischtechnik auf  Leinwand, Asphalt und Shellack,Coallge und Acryl

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Percht-Tage und Nächte

Eine besondre Zeit ist angebrochen

Die  Kälte kommt durchs Land gekrochen

bringt  Schnee, und Eis und rauhe Nächte

Die Percht  zieht durch ihr Land der Mächte.

Zünd Kerzen an, richt her die Glut

Faß dir ein Herz und wage Mut!

Nutz diese  Zeit für  Wünschen, Träumen, Umgestalten,

nichts bleibe kleben an Zähem, Alten

sieh hin, wenn sich dir Neues zeigt

hör zu sobald der Tag vorm Firmament sich neigt.

Schreib auf, was Träume dir verraten

Dann bist du sicher  wohl beraten

Vertraue: Freude werde dir zu teil

samt Glück, Zufriedenheit  und  Seelenheil!

… ein Reim auf die Percht-Tage und Nächte zwischen den Jahren, heut Nacht ganz schnell entstanden…..

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„Durchgang“ – Mischtechnik mit Asphalt und Schellack auf Holz/ Oktober 2010/ copyright: michaela 3er

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Flocken allüberall

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Die Dämonen und Geister  der Rauhnächte haben mich im wahrsten Sinn des Wortes besucht, allerdings in Form von „Hirngewitter“  bzw. „Flocken im Gehirn“, sprich Migräne – Samstag lag ich flach….. Statt Koch-Action also:  Einladung verschieben, Ruhe geben und  inne halten, denn Lesen oder Radio bzw. Musik hören, nachdenken, Weihnachtspost schreiben ging auch nicht mehr. Mir fiel die Zeit meiner 5-Monats-Migräne wieder ein, damals eine der Nebenwirkungen der Anti-Hormon-Therapie. Bis dato hatte ich Migräne noch nie erlebt, dann brachs über mich herein. Nach sechs Monaten, die ich ohne die Akkupunkturnadeln von Paul (HP in Marktl) wohl nicht überstanden hätte, brach ich die Therapie vorzeitig ab,  fünfeinhalb Jahre hätte ich noch durchhalten sollen bzw. müssen, der Preis erschien mir dann doch zu hoch! Jetzt erwischt es mich ca. 4 mal im Jahr in sehr abgeschwächter Form, meist dauerts auch nur 24 Stunden. Siri Hustvedt, amerikanische Schriftstellerin, beschreibt in ihrem sehr genialen Buch „die zitternde Frau“ u.a. ihren „status migränosus“, den sie zwei mal erlebte und der jeweils über ein ein Jahr anhielt – unvorstellbar….Schon im Neolitihikum war Migräne bekannt, damals wurden die Schädeldecken geöffnet um die Dämonen entweichen zu lassen. Die Pharaonen haben sich mit der Asche eines Wels-Skelettes eingerieben.  Von diesen beiden Therapieempfehlungen nahm ich Abstand. Auch auf Tollkirsche, Fingerhut und Brechnuss habe  ich verzichtet, so wie es Thomas Willis 1664 empfahl um der Erweiterun der Hirnarterie entgegen zu wirken.Ich habs mit Rückzug gehalten, mal nichts tun, nichts denken – bis am Spätbnachmittag die Lebensgeister zurück kehrten.

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Ansonsten wurde viel gekocht, gegessen, gelacht. Bei sanftem Schneflockentanz kam auch richtig Weihnachtsstimmung auf. Heuer gibts auch mal wieder einen Baum, der steht diesmal im Freien im Innenhof und ist u.a. mit Vogelfutterringen bestückt. Die Meisen habens schonentdeckt und haben ihre Freude dran.

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Von meiner Tante aus Lindau am Bodensee habe ich diese schöne Karte bekommen – eine Bleistiftzeichnung von Schwester M. Raphaela Bürgi , einer Ordensfrau in der Schweiz. Eine eigene homepage hat die fast 9ojährige Künstlerin auch : http://www.sr-m-raphaela-buergi.ch „Unterwegs“ ist der Titel der Karte- das bin ich ab morgen früh auch wieder….mögen die Wettergeister und -dämonen mir gnädig sein!

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Besuch willkommen!

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Mein kleiner Verkaufstisch am Priener Weihnachtsmarkt direkt beim Streichelzoo vorm Heimatmuseum : neben Hundeerziehungskursen gibts dort die schönen Fotokalender der Selbsthilfe Brustkrebs Chiemgau e.V. und Herzkissen – eines habe ich noch! Vielleicht besucht mich ja jemand : Freitag und Sonntag von c1. 13 Uhr bis 20 Uhr bin ich da.

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Wer sich noch schöne Bilder ansehen möchte sollte die „brandneue“ HP meiner Freundin Dodo besuchen. Sie hat dort ihre Mandala-Bilder und Infos dazu online gestellt, zu sehen unter : http://www.dodomandala.de/ .

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…. auch eine Art Mandala, deren Inhalt bei den Vögeln gerade sehr begehrt ist. Sie besuchen uns in Scharen.

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Rück-Schlüsse

95% unserer Informationen erhalten wir nicht aus erster Hand –  also im Gespräch, aus eigenen Eindrücken, Beobachtungen und Erlebnissen –  sondern auf Grund von Informationen von außen, von vorgefertigten Meldungen und Meinungen.  In einer Informationsgesellschaft ist dies ja nicht grundsätzlich verwerflich – zumal wir selbst auch noch in der Lage sein sollten, letztendlich eigene (Rück)Schlüsse und Gedanken anzustellen. Wie die neuesten PISA-Ergebnisse zeigen kommt aber genau diese Fähigkeit unseren Schülern und Kindern abhanden da sie Texte zwar lesen, aber nicht deren Inhalt verstehen und in eigenen Worten wieder geben können – und alle wundern sich darüber.

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…große Eis-Lampe im Garten sorgt für erhellende Gedanken, da geht sogar  „Aisha“ ein Licht auf……

Als ich vor über 20 Jahren meinen ersten Beruf als Journalistin an den Nagel hängte, bzw. die Schreibmaschine mit dem Pinsel austauschte, war für mich klar: den freien Journalismus gibt es  nicht mehr. Erst kürzlich mußte ich mich wieder für diese Feststellung rechtfertigen. „Frei“ bedeutet für mich, Informationen weiter zu geben und Zusammenhänge aufzuzeigen –  das Kommentieren und das Herauslesen oder Hineininterpretieren einer eigenen „Wahrheit“ obliegt dann dem Leser.  So wie in der Kunst dem Betrachter. Marlene Dumas stellt in ihren „tronies“ die Mediengesellschaft zur Diskussion, sie erläutert nicht, erklärt nicht, interpretiert nicht – das überläßt sie den Besuchern der Ausstellung . Nur wird diesem das Verstehen dieser Bild-Sprache nicht auf dem Silbertablett serviert – ein „Einlesen“ in die Thematik, in die Biographie der Künstlerin , ein Hintergrundwissen zum Zeitgeschehen ist da schon erforderlich! ( Ich kann allen die im Eintrittspreis enthaltene öffentliche Führung nur empfehlen!) Was der Betrachter aber dann daraus macht, welche Gedanken er anstellt und welche Konsequenzen  er daraus zieht, das gibt sie gänzlich aus der Hand – Kontrolle abgeben, wer macht das noch in einer Zeit des Kontrollwahns? Das verunsichert und verstört. Dass Kunst und Journalismus doch sehr nah beieinander liegen zeigt mir die Aufregung um wikiLeaks und den Mitbegründer Julian  Assang. Ungefiltert und unkommentiert Informationen zur Verfügung stellen verunsichert und verstört, meist auf allen Seiten. Und was stört muß weg! Da hats die Kunst dann wieder leichter: sie darf tun und lassen was sie will und muß halt schaun wie sie dann überlebt. Zumindest die Kritische. Denn je seichter und unterhaltsamer, umso förderungswürdiger.Wirklich ärgerlich macht mich nämlich die 8-Milliarden-Frage: so viel kostet dem deutschen Staat die Subventionierung von ARD und ZDF. Da muß ich mitbezahlen, egal was ich davon halte und wie oft ich schaue. Subvention leitet sich direkt aus dem lateinischen  Verb „subveniere“ ab – dem „zu Hilfe kommen“ , nur frage ich mich schön langsam, was kann da noch helfen? Aber dazu hat Harald Mertenstein im Zeit-Magazin vom 2.12. schon einen wunderbaren Kommentar geschrieben : http://www.zeit.de/2010/49/Martenstein

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