fleischlos glücklich

Ich war dann mal weg – wenn auch nur gedanklich denn ich war nicht im Urlaub sondern im Hundetrainerseminar was zugleich bedeutet daß auch das Haus voll Gäste war: Hundetrainer und ihre Hunde. Fachsimpeln von Früh bis Spät, lernen, diskutieren – und kochen!

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So eine Minestrone paßt immer – ob pur, mit Parmesan wie oben, mit Griesnockerl, Kaspreßknödel oder Pasta. Ich koche sie nach Werner Langbauers gourmet-vital-Küche, also mit UmeSu, Mirin und GenmaiSu, damit sie schön basisch wird. Ich bin vegetarisch rundherum glücklich- das habe ich mir auch heute Mittag gedacht, als ich im Parkcafe in Traunstein den feinen, marinierten Fenchel mit Ziegenkäse und Salat genießen durfte. Anlaß war der Geburtstag meiner Cousine – auch sie ernährt sich seit Jahren vegetarisch. Ich frage mich nur wer dann statt uns beiden die  1094 Tiere verzehrt, die jeder Bundesdeutsche durchschnittlich im Laufe seines Lebens konsumiert, wie der Fleischatlas belegt.

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Naheliegend

Auf der Suche nach einem Kochblog kam ich auf die photisserie. Beim Durchblättern bekam ich nicht nur Lust aufs Backen – sondern auch aufs Fotografieren. Licht, hell und dunkel, Kontraste und Winkel rücken wieder in den Focus. Da ich grad kaum Zeit zum Kochen oder Backen habe fang ich schon mal mit dem Fotografieren an…. ich wende mich dem Naheliegenden zu:

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Glückspilz sein

Die Rauhnächte sind vorbei und bei mir rauchen Hirn und Herz: viele Besucher kamen und gingen, gaben sich die Klinke in die Hand. Lange, intensive Gespräche mit Freunden die seit vielen Jahren immer wieder mal Wegbegleiter sind,  haben mir verdeutlicht, daß nicht die Quantität des Zusammenseins sondern die Qualität der Begegnungen Spuren und Dankbarkeit hinterlassen. Man sieht sich Monate oder sogar Jahre nicht, knüpft dennoch an dem Punkt der letzten Begegnung problemlos an und spinnt die Fäden weiter. Schön auch, daß neue Menschen mitgebracht werden, dabei sind und eingewoben werden in den Kokon aus Reden und Erzählen, Lachen und Weinen, aus Philosophieren und Erfahrungsaustausch, aus Kochen, Essen, Trinken, Spazierengehen, Filme ansehen, Kinos auf-  und Ausstellungen besuchen. Danke an Didi, an Eva und Frank, an Josef und Corina, an Karin und Martin, an Mäx und Manu, an Cornelia – und all diejenigen, die mir im Umkreis von Innsbruck, Moosinning, Großkaro, Marktl, Burghausen,Mehring, Trostberg, Wien und Kirchberg/Tirol helfen, meinen Horizont zu erweitern! Ich freue mich auf ein Wiedersehen im neuen Jahr! – nicht ganz uneigennützig, denn wer sonst könnte und würde sich mit mir unterhalten und austauschen über die Kohärenz von Individuum und „Rudel“, von systhemischen Strukturen und tradierten Reaktionen, von Achtsamkeit und Täuschung, von Mustern und Veränderungen, von „Schweinehund“ und „Luderli“, diskutieren über Natur und Wolken, über Leben und Tod, über Enttäuschung und Freude, über Kunst und Musik, über Katzen, Bienen, Hunde und Wölfe..?! – also über die Quintessenz des Lebens?….Nichts würde da also besser passen als Adornos Worte:

„Wer bloß identisch ist mit sich ist ohne Glück“

und meiner Erkenntnis daraus ein absoluter Glückspilz zu sein mit DIR  und Euch als Wegbegleiter!

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 Eines ist klar: „Fannino“ ist auch so ein Glückspilz- Kater. .. oder vielleicht doch ein verzauberter Mönch bei der Anbetung der weißen Tara?

Und weil ein Austausch auch über den BLOG erfolgen darf und soll habe ich das kommentieren vereinfacht! Also gleich hier rechts auf “ Keine Kommentare“ oder eben „Kommentare“  klicken ( – paradox , ich weiß, ist halt so), anmelden und los schreiben. Ich behalte mir vor bedenkliche Inhalte zu löschen!

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Eigen-Sinn

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So, nun ist es offiziell: es gibt Arbeit für mich! Zwar finde ich die Überschrift etwas unglücklich gewählt – als ob es darum ginge wer bei uns in der Gruppe das sagen hat – aber immerhin ist der Artikel groß genug daß er ins Auge fällt. Für ein Jahr übernehme ich also den Vorsitz der Selbsthilfegruppe. Unser Vortrags- und Seminarangebot wird beibehalten, allerdings entzerrt angeboten denn ehrenamtlich war die Arbeit für unser „Agatha“ Block-Programm nicht mehr zu leisten. Aktuelle Termine und Informationen und auch den ganzen Artikel können Interessierte hier auf unserer homepage nachlesen. Neben den medizinischen Aspekten und Informationen möchte ich den psychosomatischen Aspekt und die psychische Seite verstärkt beleuchten sowie entsprechende Bewältigungsstrategien vorstellen. Mit fällt immer wieder auf wie sehr betroffene Frauen oft erst Jahre, nachdem sie all die Therapien gut hinter sich gebracht haben und sich medizinisch gesehen auf einem guten Weg der Heilung befinden, mit Depressionen und psychischen Problemen zu kämpfen haben. Und es sind  nicht gerade wenige! Da das Versorgungsnetz an Psychoonkologinnen und Psychotherapeutinnen auf diesem Gebiet immer noch sehr dünn und löchrig ist, betroffene Frauen oft Wochen auf einen Termin warten, kann hier meines Erachtens die Selbst-Hilfe  in ihrem ursprünglichen SinnWege und Möglichkeiten aufzeigen aus der Ohnmacht raus in die Eigenmacht zu kommen, statt der Sinnlosigkeit  den Eigen-Sinn zuzulassen, kreative Potentiale zu entdecken, Neues auszuprobieren, die eigenen Stärken und Fähigkeiten wieder zu beleben.

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Und meine Kunst? – Ich zeichne und kritzle, meist am Abend, nicht mehr, aber auch nicht weniger…..Ich werde versorgt mit Skizzenbüchern und hab sogar ein Doppel-Leer-Buch bekommen, da kann ich jetzt beidhändig kritzeln, Situationen bei mir zu Hause (sitzen ja genügend am Tisch) oder Filmstills im „Heimkino“( also am Fernseher zu Hause), bei so schönen Filmen wie „A single man“ oder „Die Zeit die uns noch bleibt“, beide mit Colin Firth.

Übrigens: mein letzter Eintrag „Wandelbar“ war der 250. dieses blogs. Und im Februar hat der blog seinen 5.Geburtstag , ich schreibe also seit vier Jahren……

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Wandelbar

Sag niemals nie – das wurde mir heute morgen beim Zähneputzen klar. Alles ist immer und zu jeder Zeit möglich! War nicht ICH diejenige, die noch vor drei Jahren bemerkte: ich- heiraten? nein Danke, nie mehr wieder. Und ebenso: ich nochmal einem Verein vorstehen? Nein Danke, sicher nicht. Und schon bestätigen zwei Ausnahmen diese meine „Regel“ und wiedereinmal wird deutlich: ein jedes braucht seine Zeit! In diesem Fall: das Vetrauen in andere, ins Leben, in mich selbst!

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Dieses Foto entstand am Neujahrstag – nachdem ich mit meiner Kaffetasse auf der Hausbank in der Sonne saß und mich mal wieder über die intensiven Farben freute. Statt Winterstimmung Farbenzauber, also nehmen wie es kommt. Übrigens war die letzten Tage ein Paradiesvogel bei mir zu Gast. Auf diesem Wege noch mal liebe Grüße an die Ingelheimer! Es hat echt Spaß gemacht mit Euch zu kochen – und macht Lust auf einen Koch-Blog!

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Wie hätten Sie es denn gern: Forelle blau oder im Salzteigmantel? Uns hat beides gemundet!

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Selbsthilfe

Gleich zu Beginn des neuen Jahres gibt es Veränderungen: seit heute bin ich Vorsitzende der Selbsthilfe Brustkrebs Chiemgau e.V. 2007  haben einige, von Brustkrebs betroffene Frauen begonnen sich regelmäßig zum Informations- und Erfahrungsaustausch in Traunstein zu treffen. Ende 2010 wurde dann daraus der Verein gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Ich selbst kam 2005 nach Traunstein zur Bestrahlungstherapie, bin dann gleich hier im Chiemgau  geblieben und habe mich Anfang 2008 der Gruppe angeschlossen. Kürzlich hatte ich wieder eine größere Untersuchung und heute um 18 Uhr habe ich meine aktuellen Ergebnisse bekommen: es ist alles o.k ! Besonders spannend: Ende 2005  habe ich nach sechs Monaten meine Anti-Hormon-Therapie frühzeitig auf Grund der heftigen Nebenwirkungen abgebrochen. Dennoch ging seitdem mein Östrogen- Progesteron-Spiegel beständig zurück und ist seit 2011 auf dem „O-Punkt“.Offenbar waren bei mir ein Schubs, Imagination und Meditationen ausreichend um das gleiche Ziel wie bei einer 5 jährigen Therapie zu erzielen. Aber bitte: das war mein Weg, meine persönliche Erfahrung und Entscheidung und ist keine Empfehlung! Warum ich über das Thema immer wieder und offen schreibe? Weil es keinen Grund gibt etwas zu verschweigen, keinen Grund für Scham oder Geheimhaltung.

bruchstucke.jpgSkizzen-Tagebuch-Seite während der Bestrahlung; Text: „die Welt um mich herum: Bruchstücke, Übelkeit, Schlafen, „Strahlenkater“, 7./8. Mai 2005; copyright: michaeladreier.

„..Denn nur wenn ihr Brustkrebs nicht totschweigt, könnt ihr auf Heilung

durch Forschungsfortschritt und Bewusstseins-Wandel hoffen….“  

so Ursula Goldmann-Posch, Gründerin von mamazone.de

und eine der Galionsfiguren auf diesem Bereich.

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Nicht schweigen: reden! Zumal alle Frauen in Europa zur Risikogruppe zählen und potentielle Brustkrebs-Patientinnen sind, wie kürzlich im standard publiziert wurde. Mir geht in dem Artikel zwar die psychosomatische Seite ab, aber er beschreibt eben einige Risikofaktoren ganz gut. Ich habe meinen Onkologen dann gleich noch zum Thema Vitamin D befragt,da beim SanAntonio-BrustkrebsKongress eine Studie vorgestellt wurde, deren Ergebnis einen Zusammenhang eines zu niedrigen Vitamin-D-Spiegels und der Brustkrebsrezidiv-Rate verdeutlicht ( hier nachzusehen). Der Hinweis auf den Mangel an Vitamin D ist mir ja vor ziemlich genau einem Jahr begegnet, als Dr. Beck, Immunologe in Bad Tölz, im Zusammenhang mit MS darüber informiert hatte. Mitlerweile werden immer mehr Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen des Immunsysthems deutlich. Mein Onkologe hat mir empfohlen meinen aktuellen Vitamin-D- Status im Blutbild zu ermitteln und  dann über die Dosierung zu entscheiden.

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Kunst statt Schnee

 Schnee gab es bei uns auch keinen…..

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…aber gestern bei der Garteninspektion fand ich diese Schneerose (oder auch

Christrose,Weihnachtsrose): still und heimlich war sie aufgeblüht. Sie gehört  

zur Familie der Nieswurzen, ist sehr giftig  und ist stark gefährdet, steht auf der

Roten Liste. Meine war im Herbst vor einem Jahr eine einfache im Baumarkt

erworbene Pflanze, die ich am Eingang, noch im Topf, mit altem Treibholz und Kerzen

dekoriert hatte. Im Sommer hab ich für sie einen feucht-schattigen Platz gesucht –

offenbar den richtigen Standort.

Kurz vor Weihnachten konnten auch diese drei Steine – Teile einer Assemblage –  

seiner Besitzerin übergeben werden: an Eva Koethen. Viele Jahre  waren die Steine

eingelagert bei mir,bis nun Eva bei mir vorbei kam und die Steine  mitnahm.

 Wie die drei „Heiligen aus dem Morgenland“ fanden sie nun endlich wieder zum

 Ort ihrer Bestimmung zurück an ihren Platz.

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Natürlich haben wir auch wieder von La Palma gesprochen, ich habe Eva  1993

auf La Gomera kennengelernt und dann mehrmals auf La Palma getroffen – und freilich

merke ich daß ich dann ordentlich zeitlang hab nach dieser Insel. Die heutige

Stimmung  am See tat ein Übriges und so entdeckte ich bei der Suche im Netz eine

weitere CD – temprano son de mar – von Ima Galguen, einer Sängerin die auf La Palma

in Tijarafe geboren wurde, dort als Kunsterzieherin leb, Musik macht, komponiert und

singt. Ihre Musik transportiert für mich genau das Insel-feeling, das mich so berührt,

beflügelt und inspiriert. 

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Mit Eva und Frank war ich auch im MOMA in Salzburg. Fasziniert und schwer

beeindruckt haben mich die drucktechnischen Arbeiten von Chuck Close.

Derzeit ist dort eine Ausstellung seiner „multiple portraits“ zu sehen. Mit 29 Jahren

hatte Chuck Close 1969  seine erste große Ausstellung. Schon immer befaßte er sich mit

dem Portrait, setzte diese überlebensgroß um. 1972 entdeckte er dann in derMöglichkeit,

,die sich in der Übertragung von fotografierten Portraits auf Leinwand oder Papier

mittels Rasters neu ergeben, ein zusätzliches Stilelement. Statt das Raster zu eliminieren

oder aufzulösen setzt er das Raster selbst als sichtbares zusätzliches Element ein. Die

Techniken die er dabei entwickelte sind methodischn enorm ausgetüftelt. Auch seine

Biografie ist beeindruckend: Seit 1988 ist der Künstler rechtsseitig querschnittgelähmt,

ein Blutgefäß war in seiner Wirbelsäule geplatzt. Er malt weiter: speziell angefertigte

Schienen ermöglichen es ihm mit der linken Hand die rechte  zu führen. 

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Lucia

Heute ist Lucia – das war vor 460 Jahren noch die längste Nacht im Jahr und in

der vorgregorianischen Zeit wurde an diesem Tag das Fest der Wintersonnwende

begangen.  In Skandinavien wird der heutige Tag als „Luciafest“ gefeiert und damals

wie heute geht es ums Licht, auf daß es wieder heller werde!

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Erleuchtung  ist es deshalb noch keine, aber die gibts eh nicht nach Datum und auf

Bestellung.

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