außer Kontrolle

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Frühlingserwachen – schön, faszinierend-jedes Jahr – und sprachlos machend. Zumal in dem Wissen, dass am anderen Ende der Welt ein ganzes Land um mehrere Meter einfach verschoben wurde, jetzt zusätzlich die Lage außer Kontrolle gerät.

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Kaum einer blickt mehr nach Afghanistan, nach Lybien …Krieg – überall – gegen die Würde, die Menschlichkeit, die Natur, das Leben. Manchmal auch in uns. Und immer wieder: ausgeliefert sein. Aber: der Ohnmacht keine Macht geben – und anerkennen: es gibt Situationen, Bedingungen, Ereignisse, da bin ich ohne Macht. Dem gegenüber steht das Erkennen: wann und wo habe ich Macht, wann ist ein machtvolles Handeln möglich und angesagt. Etwas in den Griff bekommen – haben wir tatsächlich die Wahl? Im unmittelbaren Umfeld ja – vor der eigenen Haustür beginnt das Kehren!

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Heilsame Strahlung – kontolliert – und doch nicht wirklich einschätzbar. „.. ich seh es nicht, ich riech es nicht, ich höre ein Summen, ich spüre es, ich fühle es“ – war einer der Tagebucheinträge während meiner Bestrahlung.

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Ankommen

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Das Gefühl, angekommen zu sein, „zu Hause zu sein“,  empfand ich gestern deutlich auf der Fahrt von Kössen über Schleching zurück nach Chieming, was sowohl ein geografisches als auch ein physisches wie psychisches „Angekommen sein“ beinhaltet. Dieser Fleck Erde, die Natur, die Menschen hier gehören ebenso dazu wie die „Richtigkeit“ meines Lebens, in dem alles seinen Platz hat und findet – die Kunst, die Arbeit mit Menschen und mit Hunden. Vor elf Jahren war ich davon noch weit entfernt, wie der Eintrag ins Skizzenbuch seinezeit dokumentiert:

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… nichts wie weg, das war mein Ziel…..und möglichst oft ans Meer!

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…Leben geschehen….

Habe auf der Suche nach einer Skizze ein älteres Skizzenbuch ausgegraben. Da meine Tage zwar sehr intensiv und ausgefüllt sind aber nicht wirklich mitteilenswert zeige ich in der nächsten Zeit Ausschnitte aus dem Buch.

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Das Buch – in Leder gebundenes Büttenpapier-  hat mir Franz Wassermann vor elf Jahren geschenkt, es ist handgefertigt vom Buchbinder Peter in Innsbruck.

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„… im Übrigen lassen sie sich das Leben geschehen…“ R.M.Rilke

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Abgetaucht

 Hab ich doch tatsächlich den Eintrag von letzter Woche nicht online gestellt- im doppelten Sinne also „abgetaucht“……:

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War dann mal kurz abgetaucht – bei Familie und Freunden in Burghausen, im Wellnessgarten, im Büro (Papierkram und Doku), in meinem aktuellen Skizzenbuch, im Buch „die Spurenleserin“ (von Hannah Nyala), beim Reinschmökern in die neuen Bücher, Bekochen von Gästen und Freunden – fast wie Kurzurlaub.

dufte Lieferung

Bekam ein Paket. Was war drin ? – jede Menge Terpene, Phenolderivate und ähnliche sekundäre Pflanzenstoffe und bioaktive Substanzen. Wer jetzt igitt schreit halte erst mal an sich…..! Denn:  „bioaktive Substanzen sind in Lebensmittel enthaltene gesundheitsfördernde Wirkstoffe ohne Nährstoffcharakter“( Dr.Dr. B. Waltz und Prof. Dr. C. Leitzmann), und die sind nun mal enthalten in Kräutern und Gewürzen. Und eben letztere waren in dem Paket. Das kommt davon, wenn man als „Genußnudel“ bekannt ist und von einer ähnlich gestrickten Freundin statt mit Blumen mit derlei Köstlichkeiten überrascht wird.

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Damits kein Chaos gibt und die Gewürze dunkel, kühl und trocken lagern ist meine Sammlung in vier Schubladen dieser Art verstaut.

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Mit den Gewürzen und Kräutern nehmen wir täglich ätherische Öle zu uns, die auch in Früchten und Gemüse enthalten sind. Eliane Zimmermann hat speziell dazu einiges auf ihrem blog geschrieben ( http://blog.aromapraxis.de/2010/10/17/atherische-ole-zum-essen/ ) Ätherische Öle kamen dann auch noch in Reinform ins Haus : in den Ölmischungen von „aromergy.de“. Diese waren im zweiten Paket enthalten. Ist das nicht wunderbar: noch hab ich nicht mal Geburtstag und schon kommen die ersten Vorboten ins Haus! So, nun muß ich aber ins Labor (= Küche) und neue Geschmackserlebnisse kreieren!

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Un+Sichtbar

Vor zwei Jahren habe ich begonnen, diesen blog zu schreiben. Der erste Eintrag war über die „Blindzeichnungen“ in einem Leerbuch. „Unsichtbar“ sind diese Zeichnungen entstanden, unsichtbar sind sie noch heute. Nun habe ich begonnen, die offenen Seiten zu bezeichnen, „Sichtbar“ und offensichtlich.

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Die Einsamkeit des Blog-Schreibens ist wirklich manchmal zum Haareraufen. Auch wenn wohl einige meine Einträge lesen – Kommentare gibts so gut wie nie!… naja, ich bleib hartnäckig und schreibe weiter! Meine Leser bleiben unsichtbar, meine Einträge sichtbar….

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Risotto

Als ich mich ganz alleine wähnte oben in den Gärten von Velhocco

hatte sie mich schon längst im Visier,

als ich des Nächtens aufs Meer schaute

lag sie schon oben am Dach

als ich den Tag begrüßte

schlief sie noch unter den Palmen

als ich in die Plantagen ging

hatte sie die Mäuse schon gejagt

als ich sie entdeckte, kannte sie mich schon längst.

Am Abend eines Winters, der nicht enden will

erträume ich mir Jahre später ein Wiedersehen.

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Gänzlich vertraute mir „Risotto“, die Schildpattkatze aus den Plantagen von LaPalma, als ich mit ihr das Tintenfischrisotto teilte. Eine Begegnung mit einer Artverwandten gestern im österreichischen Kössen läßt mich in Erinnerungen schwelgen. Mit warmen Füssen – Dank der für mich hangefertigten Filzfüßlinge – und duftendem Zitronengrastee ( frisch!- vom Ableger aus LaPalma) gelingt das ganz gut. Nur die Mieze auf dem Schoß fehlt….

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Texte+Infos

Auf meiner alpenhund.de – Seite gibts eine neue Rubrik: „Infos+Texte“. Darin ist nachzulesen „Mythos vom Lauftier Hund: Kräftemessen und Überlegenheitssignal“….

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Bruni und Aisha beim „Spiel“

…..denn wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur … sie spielen…….

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Bratapfelkuchen

Hatte heute beim Aufräumen der Küche und Kuchenbacken (Bratapfelkuchen!) mal wieder Zeit Radio zu hören: auf Bayern2 wurden im „Diwan“ Bücher vorgestellt, die Lust aufs Lesen machen!

So z.B. „der Klang der Fremde“ der Vietnamesin  Kim Thúy, die über die „Cap Anamur“ nach Kanada kam : „»Man glaubt immer, das Leben von Einwanderern sei nur schwer. Und vergisst dabei, dass ihre Erfahrungen auch wunderbare, lustige, bewegende und oft ganz absurde Momente umschließen …« Die kleine Kim ist zehn, als ihre Familie aus Vietnam fliehen muss. Auf einer abenteuerlichen Odyssee ­gelangen sie übers Meer, vegetieren in überfüllten Flüchtlingslagern, finden schließlich im Westen, im fernen Kanada eine neue Heimat. Wenn der Schock der Fremdheit überwältigend ist, lässt sich die Welt nur über die Sinne erschließen. An Klängen, Farben, Gerüchen entfalten sich deshalb die Erinnerungsbilder, an denen Kim Thúy dreißig Jahre später der Spur ihres Lebens nachgeht eine lose Kette, mäandernd zwischen Einst und Jetzt, Krieg und Frieden, Verstörung und überraschendem Glück.

Untermalt war die Sendung mit einer „Hommage an die verlorene Sprache“ von und mit Michaela Dietl und Die.Hämmerling ( ist kein Schreibfehler!) – was hab ich gelacht, geschmunzelt, mitgesummt!

Irgendwo hab ich aufgeschnappt, dass der Künstler Constantin Brancusi heute seinen 133. Geburtstag hätte. Zwei Weltkriege hat er überlebt und zeitweise in schrecklichen Umständen gelebt – und wunderbare Arbeiten geschaffen. Vor 18 Jahren hatte ich das Glück seine Arbeit  „Die schlafende Muse“ zu sehen – und war hin und weg!

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