Ausstellungshinweis

Kunst+Katalog

Von einem Insektenstich zur Ruhe gezwungen ( das Biest hat tatsächlich meinen Schwachpunkt erwischt – die rechte Achsel, wo ein paar Lymphknoten fehlen:… und das Mitten im Winter in Bayern!…) gabs jetzt ein paar Tage lang keinen Eintrag mehr. Dafür gibt es jetzt gleich mehr davon:

hirsteinige.jpg

„In this terrible Moment we are victims clinging helplessly to an environment that refuses to acknowledge the soul“…so der Titel der Arbeit von Damian Hirst, vor dem wir hier stehen und uns spiegeln. Über 26.000 Tabletten ließ er dafür  aus Keramik und  Bronce anfertigen und präsentiert diese nun in einer Spiegel-Glas-Vitrine im Museum Brandhorst. Leben, Tod und Krankheit stehen im Zentrum von Hirsts Arbeiten und mit dieser hinterfragt und kritisiert er den Konsum der Medikamente in einer seelenlosen Gesellschaft. Würden sich die Menschen mehr mit Kunst befassen wären sie weniger krank, ist eines von Hirsts Postulaten. Damit rennt er offene Türen bei mir ein und ich beginne seine Arbeiten zu begreifen. Trotzdem war ich an jenem Tag sehr froh auf kleine weiße Helfer dieser Art zurückgreifen zu können: ohne Schmerzmittel und Entzündungshemmer  hätte die bereits gebuchte Führung im Museum Brandhorst ohne mich stattgefunden. Und des wär scho sehr schad gwesen! Welch ausgefeilte Architektur unter Berücksichtigung der Sammlung, der Bildformate, der örtlichen Gegebenheiten und des Lichts da zum Tragen kommt kann der Besucher nicht mal erahnen! Eine vorherige Info (Lektüre), eine Führung oder  Audio-Guide kann ich nur empfehlen!

museumsbautreppe.jpg

Das Wiedersehen mit Cy Twomblys „Lepantos“ -Zyklus wird noch mal extra erwähnt!

kataloge.jpg

Meine Kataloge sind fertig: links im Bild „Monotypie“ – eine Übersicht meiner „Einfachdrucke“    von 2003 bis 2009. Rechts im Bild „mammaCA“ – ebenfalls eine Zusammenfassung der entstandenen Arbeiten im Jahr 2005 während meines „Brustkrebs-Jahres“. Beide Bücher sind im Selbstverlag erschienen. Offenbar gibt es eine Möglichkeit virtuell darin zu blättern und – wer möchte – dies dann online nachzubestellen … nähere Infos folgen….

labyrinth1.jpg

Wintersonnwende: unter der Regie von Jutta Haider haben mehrere ehrenamtliche Helfer gestern in Bernau am Chiemsee ein Labyrinth  aus Kerzen aufgebaut. Beim Anzünden am Abend  kamen die Leute dann zusammen: Passanten, neugierige Spaziergänger,Nachbarn, Kinder auf dem Hheimweg vom Schlittenfahren, eine Familie auf dem Heimweg von der Chorstunde, geladene Gäste. Zusammenrücken, dem Licht folgen, den Lebensweg begehen, gemeinsam Tee trinken, reden, Freunde treffen. Von der Ferne sah das Flackern der 365 Kerzen aus wie ein Pulsieren, das Labyrinth wurde zum lebenden Organismus, das Unten verband sich mit dem Oben, das Darüber mit dem Darunter – Energien flossen spürbar, sichtbar.

Kindergeburtstag: Bruni ist jetzt ein Jahr alt. Der Tag wurde für sie zum Fest  denn über Nacht hatte es wieder geschneit und sie konnte ihre Nase voll zum Einsatz bringen. Ich vermute mal wir Zweibeiner haben nicht die geringste Ahnung was da so kreucht und fleucht unterm Schnee!!

bruni1.jpgbruni3.jpg

kunst+kochen

Dass Kunst und Kochen zusammen gehören habe ich Dank wunderbar kockender Großmütter, Mütter und Tanten und um mich herum von Klein auf verinnerlicht. Darum genieß ich es, nicht nur andere zu bekochen sondern auch bekocht zu werden – so wie gestern Abend von Manja. Überraschend der Ort: ein altes Gewölbe verwandelt sich zu Manjas Verzauberungs-Küche,manjas1.jpg

die überwiegend vegetarisch ist und nicht nur heimisches Gemüse mal indisch, mal mediterran, mal multi-kulti-kreolisch-asiatisch zum Besten gibt sondern auch all die wunderbaren Hülsenfrüchte, Nudeln, Getreidesorten. Wer sich Appetit machen will: http://www.manjas-cantina.de/. manjas.jpg

Das ganze  wird kredenzt in und auf Manja-Style: gemütlich + skuril.

In diesem Rahmen aber nur noch für 3 Tage, dann ist Manja wieder in ihrem „Stammlokal“. Denn das ganze findet außertourlich statt in einer kleinen, feinen Ausstellung im Hofbräuhaussaal in Traunstein. Sylvia Bauer zeigt Afrikanisches –  Stoffen+Schmuck und Perlen –  und Barbara Huber  zarte, handgefilzten Tücher, Bänder, Hüte. Befreundete Kunsthandwerker der beiden sind mit Keramik, Kerzen, Papier und Holzskulpturen vertreten(nur noch bis 6.12., Hofgasse NäheStadtplatz!)

seepaar.jpg

Links zu sehen noch ein Bild von mir: eine „Assemblage“, ohne Titel,bestehend aus 2 Treibhölzern, gefunden am Salzachufer, mit Ornament nachbearbeitet, auf sandigem Grund, eingebettet in einem schützenden Holzrahmen, Format 40 cm x 40 cm, ausgeschrieben zum Preis von 450.- €

©Michaela Dreier

Continue reading

Individuationsprozeß

 Nach monatelangem, gleichen Outfit und Steinsymbol war mir heut so nach Wasser + Tropfen. Vielleicht weils regnet und die Erde gierig das Wasser aufsaugt…??…Die vorhergegangenen Texte sind deshalb nicht verloren – ihr findet sie an der Seite vermerkt…(hoffe ich zumindest dass das so klappt wie ich mir das vorstelle..)

Noch ein Hinweis zur Ai Weiwei-Ausstellung: den Katalog gibt es als booklet für nur 2.-€ zur Eintrittskarte ( 10.- €, erm. 7.-€) – so günstig war ich schon lange nicht mehr in einer Ausstellung… außer in der Schweiz, denn da wird der Mitgliedsausweis des Berufsverbandes BBK voll anerkannt, und manchmal durfte ich sogar umsonst rein – im Gegensatz zu den „heimischen“ Museen und Sammlungen.

Und hier Bilder vom Seminar „Vom Symbol zum Bild, von den Archetypen zum Tarot“.

fool1.jpg   lovers.jpg

Neben der Archetypenlehre C.G Jungs und ein paar kunstgeschichtlichen Hintergründen gehts dabei vorallem auch um den  persönlichen Zugang und die eigene Gestaltung bestimmter Karten und Symbole aus dieser „Reise des Narren“, die als Individuationsprozeß zu lesen und zu verstehen ist.

welt.jpgEin schönes Beispiel für eine individuelle, künstlerische Umsetzung ist das soeben erschiene Büchlein „Body Tarot – 22 Bodyprints erzählen ihre Geschichte“ von BIN – Sabine Penzenstadler. Am Donnerstag, 21. Januar ab 19 Uhr signiert sie ihre Bücher bei der Fa. boesner in Forstinning- Links zu sehen „Die Welt“ von BIN.

 

Zum Individuationsprozeß im Sinne von kritisch bleiben und erwachsen werden gehört wohl auch die Bereitschaft selbst zu recherchieren. Die Impfung gegen die Schweinegrippe soll nun also doch gar nicht so bedenklich sein und die Squalen sowieso ganz ungefährlich…die Fachleute sind sich uneins, Ärzte und Pharmakologen bringen widersprüchliches.Sehr hilfreich bei meiner persönlichen Meinungsfindung ist mir dabei die Information über die Zulassungsinstanz von Arzneimitteln : „Die Europäische Arzneimittelagentur EMEA ist zuständig für die Zulassungen von innovativen Arzneimitteln in den Mitgliedsländern der EU. Sie ist die europäische Aufsichtsbehörde über neu in den Markt kommende Arzneimittel. Als solche untersteht sie aber nicht der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz (DG SANCO), sondern der Generaldirektion Wirtschaft (DG ENTERPRISE)…“…Transparency International Deutschland e.V –   http://www.transparency.de/Home.1226.0.html bringt viele gute Fakten und Recherchen!

vom Symbol zur Installation

Endlich war ich gestern im Haus der Kunst bei der großen AiWeiWei-Ausstellung. Ich war eher skeptisch, ging bezüglich seiner künsterischen Arbeiten ohne Erwartung hin – was offenbar der beste Ausgangspunkt war, denn ich fand mich beeindruckt wieder! 100 , der Wirkung nach tausendjährige Wurzelstöcke als symbolischer Verweis auf Chinas Geschichte, Tradition und Herkunft sind auf einem Teppich arrangiert, der die Steinplatten des geschichtsträchtigen Nazi-Baus – Zeugnis der perfiden Vision eines „tausendjährigen Reiches“  – exakt nachbildet. Das eigentlich nicht Sichtbare,da  in der Erde verwurzelt, wird nach oben gekehrt, damit nichts mehr unter den Teppich gekehrt werden kann. 1001 Personen, anwesend in Form von Portraitsfoto an den Wänden, legen Zeugnis ab. Mit enormer Wucht kommt diese installation daher! In der Ausstellung ist jedes Objekt, jede Installation ein symbolische Querverweise. Ai WeiWei arbeitet mit Zitaten, dass es eine Freude ist!

aiweiweiwurzelnganz.jpg

Verkehrte Welt als Paradigmenwechsel, als Aufruf zu einem neuen, ungewohnten Blick auf die Welt, auf die Dinge, auf Strukturen, vorallem auch auf die eigenen – das entspricht dem „Archetypen“ des „Gehängten“.

aiweiweiturm.jpgIn der Arbeit „template“ hat der Künstler Türen und Fensterläden einer alten Epoche gerade noch vor der kompletten  Zerstörung der alten Häuser aufgekauft und zu einem Turm arrrangiert ( zu sehen auf der documenta in Kassel 2007). Dann kam ein Sturm und brachte den Turm zum Einsturzt – was wiederum ebenfalls zu dem Seminar paßt, dass ich gerade halte: über die Archetypen im Tarot und generell die Symbolsprache in Bildern.

Sehr berührend ist dieInstallation aus 9000 Rucksäcken als Querverweis auf die vielen, tausend Schulkinder die beim Erdbeben in Sichuan 2008 ums Leben kamen und bis heute nicht gezählt und registriert wurden. Nähere Infos zu dieser Ausstellung findet ihr unter:

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3124226?pageId=487872&moduleId=431902&categoryId=&goto=1&show=

aiweiweitext.jpg
….diesem Zitat von Ai Weiwei ist nichts hinzuzufügen!

wieder versöhnt

Manchmal muß man einfach raus aus seiner kleinen Welt – den laptop abschalten und nix wie weg! Der erste Weg führte mich zu Jutta Haider ins Voglhuberhaus nach Bernau ( infos dazu gibts unter : http://www.vogelhuberhaus.blogspot.com/ ) . Gestern wurde dort die Ausstellung mit  Bildern von Renate Maria Fess eröffnet. Titel und zugleich der rote Faden der Ausstellung: „Traumwelt trifft Wirklichkeit“ in Analaogie zu Buddhas  „Du wirst morgen sein was du heute denkst“. Die Bilder zeigen die Ent-Wicklung aus einer Lebenssituation heraus in eine andere und  machen den Übergang nachvollziehbar. Die 25 ausgestellten Bilder, zumeist Acryl auf Leinwand, manche auch auf Papier, lassen den Ausgangspunkt erahnen, den Aufbruch erkennen und den Weg ins Neue erspüren.

zudieserstunderfesslerklein.jpg

renatefessmuttererdeklein.jpg

Bild links : „Zu dieser Stunde“  (gefällt mir besonders gut!), rechts :“Mutter Erde“

taramunster.jpgDa wir vor einer Woche nach unserem ökumenischen Gottesdienst der Selbsthilfegruppe auf der Fraueninsel beim Wirt in der „Himmelsstube“ unser RollUp vergessen haben, bin ich  dann von bernau aus weiter nach Gstaad und nochmal  rüber zur Insel um die Tara (  das RollUp, nicht die echte Thanka) dort abzuholen. Wer hätte das gedacht, dass diese buddhistische weiße Tara einmal am Eingang zum Münster die Besucher willkommen heißen würde ?! Mich freuts ganz besonders! Auf der Insel ließ ich noch einmal den ungewöhnlicher, unkonventioneller und denkwürdigen Gottesdienst – da welt- und glaubensumfassend, mit afrikanischem Chorgesang, der Hl Agatha von Catania geweihten Agathenbrötchen, Meditation, Segnung und einem Steineritual – Revue passieren…..

 

Der Weg am Nordufer entlang und zur Fraueninsel rüber heute war ein Traum: es war lau, fast warm und dann das schöne Licht! Hier einfach nur noch ein paar Bilder:

 nordwestufer.jpg

 abendamsee.jpg

fraueninsel.jpg

gstaad.jpg

Street-Art

 Er nennt sich JR, ist Fotograf, 28 Jahre jung. Seine Motive – überwiegend Menschenportraits – findet er auf und in den Strassen der Metropolen, der Slums + Favelas. Auf den Strassen stellt er sie  auch aus, seine Fotografien. Aufnahmen, die ursprünglich als 28mm-Formate entstehen, werden zu ungewöhnlichen Formaten vergrößert und an Abrißmauern, Häuserruinen, auf Slumdächern und Autowracks angebracht.

images-jr.jpg   imagesjr2.jpg

Bilder seines Projektes „women are heroes“ prangen derzeit an den Wänden und Ufermauern in Paris. http://www.womenareheroes-paris.net/  Gezeigt werden die Gesichter und Augen von Frauen in den Krisengebieten Afrikas. JR war dort mit einem Team von „Ärzte ohne Grenzen“. Seine Portraits zeigen Frauen, die an Körper und Seele schlimmstes Leid erfahren haben. Mit seiner Arbeit gibt er ihnen ein imagesjrw.jpgGesicht und eine Stimme. Am Ende einer Fotoreihe gelingt es JR meist, ihnen allen ein Stück Humor, ein Lächeln zu entlocken, hervorzuholen aus ihren Tiefen und als Bild – in Form eines Polaroids – zurückzuschenken. Therapeutische Arbeit mit der Kamera!

Einen Eindruck erhält man u.a. im Trailer :

http://www.youtube.com/watch?v=tsC3MwK2fhQ

Offenbar ist der Einsatz von Fotografen, Journalisten und Ärzten – meist privat, über Spenden oder von den Agenturen und Verlagshäusern finanziert – weit effektiver und wirkungsvoller als der unserer Blauhelme. Diese dürfen, werden sie im Kongo-Gebiet Zeugen einer der vielen täglichen Greueltaten speziell gegen Frauen und Kinder, nicht einschreiten. Als Friedenstruppe müssen sie wegsehen, wo Krieg herrscht…..

Vergleisweise banal und wie ein Bild aus einer anderen – glücklichen, friedvollen-Welt erscheint mir dann dieses Foto, dass eines aus einer Serie von Bildern ist, die ich heute beim Morgenspaziergang unten am Mühlbach im kleinen Auwald  aufgenommen habe und den Titel „Waldpferde“ hat. Sowas kommt raus, wenn vor lauter Geäßt, Bodennebel und Lichtbrechungen der Autofocus überfordert ist: pure Zauberei!

waldpferde2.jpg

© Michaela Dreier

homage

In meiner Abschlußarbeit zum Thema „Kritzel, Spuren und Zeichen“ habe ich verschieden Künstler und deren Arbeitsweise mit aufgezeigt  – u.a. Pablo Picasso, Emil Schumacher, Ugo Dossi, Karl Schleinkofer, Gerhard Richter, Tapies, Jackson Pollock, nur Jean Dubuffet habe ich bewußt ausgespart. Er hätte den Rahmen gesprengt, in jeder Hinsicht. Die beiden Ausstellungen, die derzeit in München zu sehen sind, bestätigen es mir: Dubuffet, seine Ansätze und Arbeiten sind eine gesonderte Arbeit wert, bedürfen anderer Maßstäbe und eines gesonderten Rahmens. Wer weiß, vielleicht folgt ja mal Band 2 zu meiner Arbeit.

jd3.jpg

Nicht nur  Formen, Linien, Strukturen und Schichten waren sein Medium des Ausdrucks – ebenso Worte –  dargebracht in Briefen und literarischen Schriftstücken wie in  Sprachfetzen und Lautmalerei. Das dauert noch länger, bis ich mich da eingelesen und reingewühlt habe.

http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/ausstellung.asp?ID=6571

.jd2.jpg

Retrospektive in der Hypo-Kunsthalle : „Ein Leben im Laufschritt“( verlängert bis Oktober!) Gezeigt werden die verschiedenen Perioden seines Schaffens. Wie sehr sich Jean Dubuffet auch mit dem Hervorbringen von Tönen, dem Kreieren von Musik befaßte wurde mir in dieser Ausstellung bewußt. Für mich sehr spannend auch: sein Aufbäumen gegen das Kategorisierende. Er ließ sich nicht ein-, zu- und unterordnen.

http://www.hypo-kunsthalle.de/newweb/dubuffet.html

Feminale

„Zeichnen heißt weglassen : eineWinterlandschaft mit Schnee“bachli.jpg

sagt Silvia Bächli und zeigt ihre aufs Wesentliche reduzierten Zeichnungen im Schweizer Pavillion auf der   53. Biennale in Venedig. Ein guter Grund, einen 2-Tages-Trip nach Venedig zu unternehmen. Bis zum 22.11. geht diese internationale Schau zeitgenössischer Kunst und es sind diesmal  viele Künstlerinnen vertreten sowie viel Grafik und Zeichnung.Infos zur Biennale im netz gibts unter:  http://universes-in-universe.org/deu/bien/biennale_venedig/2009  und u.a.  auf der offiziellen HP der Biennale: http://www.labiennale.org/en/art/  Ganz informativ finde ich auch das art- kunstmagazin, das die Juni-Ausgabe der Biennale Venedig gewidmet hat und eben auch ein Portrait von Silvia Bächli veröffentlicht hat. Hätte mich gestern fast festgelesen in der Ausgabe beim Frühstück am Balkon! Leider  gar nichts über die Biennale fand ich im „Kunstforum“, was mich doch sehr verwundert, denn da gabs ja auch schon mal Sonderausgabendie zugleich als Ausstellungskatalog und Rundgang konzipiert waren. Aber hinfahren und sich selbst ein Bild machen ist eh das g`scheiteste.

feminale.jpg

  Ehe ich aber nach Venedig düse möchte ich nach Niederbayern: Rudi Huber-Wilkoff lädt ein zur Feminale 09 in den Schauraum K3, Galerie für Gegenwartskunst, Kottigstelzham 3, D-84359  Simbach am Inn. Dort hinzufinden – der K3 ist Teil eines Hofes mitten in der Pampa –   ist ziemlich schwierig und für eine Wegbeschreibung und bzgl. der Öffnungszeiten empfiehlt es sich entweder anzurufen, Tel: 08572.1466  oder eine mail zu schicken: huber-wilkoff@web.de Ausgestellt werden Arbeiten von Künstlerinnen aus Deutschland, Österreich und New York u.a. von  Hanne Darboven.

 

 

 

 

Freiheit

 Letzte Nacht war „Äquinoktium“, wie die Astronomen sagen, also Frühlingstagundnachtgleiche. Je nachdem welchem Kulturkreis  sich ein jeder zugehörig fühlt wird diese Nacht als Maifeuer, Maientanz, oder Maisprung gefeiert, aber auch als Hexennacht oder Walpurgisnacht. In Zeiten der „Schweinegrippe“ kann es jedenfalls nicht schaden für Walpurgis ein Feuer anzuzünden, gilt sie doch als Schutzheilige vor Pest, Tollwut und Keuchhusten.  Im Keltischen beginnt der Jahreszyklus neu, die Iren feiern es als „Beltaine“. Im Nordgermanischen ist diese Nacht der Göttin Freya gewidmet, der  Göttin der Liebe. Allen Kulturen gleich ist, dass es sich um ein Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest handelt. Darum werden Tags darauf in Bayern die Maibäume aufgestellt. Die Nacht selbst wird als  „Freinacht“ gefeiert  und alles was rumsteht, nicht niet- und nagelfest ist wird versteckt, verschleppt, verzogen – was mancherorts  zunehmend fragwürdige Ausmasse annimmt und in Vandalismus ausartet. Mit Freiheit hat das nichts mehr zu tun.

zg11b.jpg

© Michaela Dreier   , Zeichnung im Skizzenbuch

Dann schon eher die Aktion des deutschen Künstlers Thomas Klipper auf Lampedusa. Jährlich landen über 30.000 Bootsflüchtlinge auf der kleinen Insel die sich vor Afrika befindet und  bereits zu Italien gehört. Jedes Jahr sterben unzählige Bootsflüchtlinge auf ihrem Weg übers Meer in die erhoffte Freiheit. Thomas Klipper, der sich als privilegiert bezeichnet da er selbst aus einem Land kommt indem er alles hat, baut nun einen „Leuchtturm der Hoffnung“.  Das Modell steht und leuchtet  bereits, und zwar Mitten in Florenz. Für den auf Lampedusa laufen bereits die Vorbereitungen.  Unterstützung erhält der Künstler von den Bewohnern Lampedusas und von  Bernadino de Rubeis, dem Bürgermeister der Insel. Der hat nichts gegen die Flüchtlinge sondern hadert vielmehr damit , wie mit ihnen verfahren wird und befürchtet dass seine Insel zu  einer Art Guantanamo werde .“ Das Licht des Leuchtturms können alle Boote gebrauchen“,  meint er, „die Fischer von Lampedusa genauso wie die Immigranten. Es schützt sie, damit sie nicht an der Küste zerschellen.“ Für ihn ist der Leuchtturm ein Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen – und auch mit den Touristen. Beides schließe sich nicht aus, sondern so könne man  Europa zeigen, dass die Insel sich allen öffnet, die Bewohner gastfreundlich allen und jedem gegenüber sind und alles andere als  Rassisten. „Klar wollen wir weiter vom Tourismus leben“, so der Bürgermeister, aber genauso wollen wir auch weiter die Ärmsten der Armen hier bei uns empfangen…..Früher waren die Menschen, die es bis nach Italien schafften, frei. Sie konnten weiter nach Europa, in die Welt hinaus. Es gab noch die Idee von Freiheit“.  Und für diese Idee der Freiheit stehen die Bewohner Lampedusas ein. Nachzulesen, zu sehen und zu hören bei:  http://www.3sat.de  Klick auf Kulturzeit=> Kulturzeitwoche  => Diensttag 28.April  => Ein Leuchtturm für Lampedusa.

_______________________________________________________

Faszination Japan

 Ausstellungseröffnung

nudes.jpg

© Michaela Dreier

Ich selbst kann nicht nach Würzburg fahren da ich da bereits auf Fortbildung PSRT bin. Schön dass die Ausstellung also nun auf wanderschaft geht! Für passau ist im letzten jahr ein sehr schöner Katalog erschienen, in dem sowohl Monotypien als auch Lochkamerafotografien von mir zu sehen sind. Ein paar Kataloge gibt es meines Wissens auch noch.