staunenswert

Als erstes möchte ich gleich mal auf die neue  HP von Sabine Steinberger, einer Künstlerin und Kunsttherapie-Kollegin von mir hinweisen, die es allen Unkenrufen zum Trotz in Burghausen  mit einer Atelier-Galerie versucht. Die HP und auch die Galerie sind sehens- und besuchenswert,  die Bilder natürlich kaufenswert! Mehr dazu unter :

http://www.sabine-steinberger.de

Während in Venedig im Arsenal die Architektur-Biennale bis zum 21. Oktober läuft, haben wir eine im Garten:

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In Ermangelung eines vierten Fix-Punktes hat eine der Gartenspinnen sich abgeseilt, ein Kieselsteinchen mitgenommen und dieses in die vierte Ecke eingewoben um das Netz zu stabilisieren – da staunten wir nicht schlecht!…. Davon gibts leider kein Foto, denn kaum war sie fertig kam ein heftiger Windstoß und das ganze Netz war hin.

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beeindruckender Ausdruck

Die Druckwerkstatt mit ganz vielen Teilnehmern  durchgeführt in dieser Woche, hat wieder einmal unglaubliche Bilder und Arbeiten hervorgebracht – ich staune selbst immer wieder aufs Neue über die Vielzahl des Aus-, Ab- und Umdrucke, die die Technik der „Monotypie“ ermöglicht.

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Monotypie, ein Wort aus dem Griechischen, ist ein graphisches Verfahren, das – in der Regel – einen einzigen guten Abdruck ermöglicht. Die verschiedene Varianten der Durchführung sind im Kunstlexikon von P.W Hartmann unter www.beyars.com gut beschrieben:

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©Michaela Dreier / Monotypie auf Büttenpapier/

„1) Die Darstellung wird mit langsam trocknenden Farben auf eine nichtsaugende Platte aus Metall, Plexiglas oder Linoleum etc. aufgebracht und davon auf Papier ein Abdruck gemacht. Die Monotypie war schon im 17. Jh. bekannt, u. a. arbeitete Giovanni Benedetto Castiglione (1616-1670) mit der Technik (Verkündigung der Geburt Christi an die Hirten, Wien Albertina) und entwickelte sie zur Meisterschaft. Im 19. Jh. machte sich mit der Monotypie vor allem Hubert Herkomer (1849-1914) in England einen Namen. Er bemalte Kupferplatten und erzielte durch Wischen mit einem Schwamm spezielle Lichteffekte. Auf die Technik bezieht sich der englische Ausdruck spongtypes, „Schwammgraphik“. Der Monotypie nahmen sich auch die Impressionisten an.

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©Michaela Dreier/ „Profil-Portrait in Blau“, Sept.2010/ Monotypie
“ 2) Auf eine eingefärbte Platte wird ein dünnes Papier gelegt und darauf gezeichnet. Durch das Andrücken des Zeichenstifts überträgt sich die Farbe auf das Papier. Wo das Blatt die Farbe übernommen hat, fehlt sie auf der Platte, und es entsteht eine Negativzeichnung. Wird ein Blatt auf die Platte gelegt und angerieben, überträgt sich das Umfeld farbig, die Konturen bleiben weiß“ aus  A. CALABI, The Monotypes of G.

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Diese Arbeit ist aus überschüssigen Farbresten auf Walzen, Platten oder Papieren ganz am Schluß entstanden.

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Farbenfürst Exter

Unglaublich farbenprächtig sind die Bilder von Julius Exter, weshalb er auch der „Farbenfürst“ genannt wurde.  Den einstigen Salonmaler hat es um die Jahrhundertwende ins Chiemgau verschlagen, denn mit der Entwicklung der Farbtuben konnten die Maler dieser Zeit erstmals vor Ort, in der Natur im Freien unmittelbar auf die Leinwand umsetzen was sie sahen, fühlten, rochen. Heute am Tag des Denkmals war das Exterhaus nochmal den ganzen Tag geöffnet und ab sofort ist wieder Winterpause und die Bilder kommen bis Mai ins Staatsarchiv. An der Strahkraft seiner Bilder und dem so wunderbar erhaltetnen Haus und liebevoll angelegten Bauern- und Topfgarten konnte ich mich heut noch mal so richtig satt sehen.

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Dieses Bild von Julius Exter kannte ich noch nicht: der Blick ins Achental auf den Kaiser… so wie bei mir vom Balkon aus. Wunderschön. Ebenso sein Ausdruck von weidenden Kühen ( oder Pferden?) :

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Wer mehr über ihn lesen möchte findet hier Infos :

http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/presse/archiv10/exter/exter30.htm

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Kurz-Urlaube

Hatte ich doch tatsächlich versäumt den Eintrag „den Tagen  termostat.jpg  Leben geben“ (siehe unten) auch ins Netz zustellen…naja, wenigstens hatte ich dazwischen trotz all der Arbeit dennoch Zeit, genau das auch zu tun: meinen Tagen Leben zu geben! Sehr lebendig wars am Mittwoch Nachmittag: spontane Pizza-Party bei uns im Garten mit zehn Hundetrainern und zehn Hunden –  denn in welchem Biergarten kann man als Gruppe mit zehn Hunden sich willkommen fühlen ?!Ganz unverhofft hatte ich am Donnerstag Nachmittag dann ein Zeitloch von vier Stunden. Da es noch richtig sommerlich war, hab ich mir im Buchladen in Altenmarkt Saramagos „Die Reise des Elefanten“ gekauft und bin runter an die Alz… einfach nur schön!

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Dem Wasser übergab ich nicht nur meinen Schweiß sondern auch all meine schweren Gedanken.  Sofort fühlte ich mich wieder frei, den neuen Projekten Energie zu geben: im Oktober gibts 2 neue Ausstellungen, eine mit „BodyWorks“ und MammaCA in Deggendorf im Brustzentrum und eine in Erding, da bin ich Juroren-Gastausstellerin zum Thema „Hybris“.

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den Tagen Leben geben

Traumfetzen in der Nacht: ich begegne dem Tod, erkenne ihn aber erst spät denn er hatte sich gut getarnt als Unfallopfer,wird erst im Laufe des Traums enttarnt als Attentäter, als Verursacher einer Massenkarambolage.  Als ich an den Unfallort komme gibt es für mich schon nichts mehr zu tun  als zügig meiner Wege zu gehen. Da ein Zurück nun nicht mehr möglich ist, mußte ich den Berg rauf und als ich im Schneefeld lande sage ich via handy denen Bescheid, die auf mich warten , dass es wohl noch etwas dauern wird bis ich komme da ein Umweg sich nicht vermeiden läßt. Wem dieser Anruf gilt – den Lebenden oder Toten – erinnere ich nicht, allerdings macht beides Sinn: meine Erkrankung hatte  einen einjährigen „Umweg“ zur Folge ehe ich wieder ganz zurück kehrte ins Leben. Mein momentanes Wohlergehen ist eine Absage an all jene, die mir in den Tod voraus gegangen sind.

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Ein verrückter Traum?Bei so vielen Abschieden – Gertraud Daxenberger, Sepp Daxenberger und Christoph Schlingensief  – ist es kein Wunder  dass ich grad viel Nachdenke über Krebs, den Tod, das Sterben. Eingeläutet wurde das Thema mit dem Seminar  “ Kunsttherapeutische Methoden für an Krebs erkrankte Menschen“ das ich im Juli in Münche  hielt. Damals wurde im SZ-magazin das – letzte –  Interview mit Sepp Daxenberger veröffentlicht und hängen geblieben ist vorallem das Zitat „dem Leben nicht mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“. Sepp war Visionär, so wie Christoph Schlingensief auch, beide hatten noch viel vor. Visionen haben Viele, wirklich umgesetzt in dieser konsequenten, für sich und andere oft unbequemen Art wie diese beiden tuns die Wenigsten. Darum waren sie für mich lebendig, intensiv, mit Vorbildcharakter – bis zum Schluß! Und beide haben geredet über ihren Krebs, ihre Angst, gingen nach außen damit – und machten auf ihre persönliche Weise vielen Betroffenen Mut! Das wurde mir bewußt als ich kürzlich auf 3sat das Schliengensief-Inteview mit Katrin Bauerfeind sah und im Anschluß den Film zum Fluxus-Stück „Eine Kirche der Angst gegen den Feind in mir“. Das Inteview gibts auch auf youtube:

http://wgotzenbild.jpgww.youtube.com/watch?v=mXC9CYFDGxk&feature=related

Jetzt gehts für mich darum, inne zu halten und dies als Chance zu nutzen erneut meine eigene Einstellung, meine Resonanz ( Grüße an Bert Heuper!) und meine Ängste zum Sterben und Tod  zu klären – wobei es eher die Unvorstellbarkeit der Abwesenheit von Leben ist.

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Hirn-Nuß

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Ist das mein Hirn, oder doch bloß ein Pilz – auf jeden Fall ist es eine „Hirn-Nuß“ – so der Titel der Zeichnung, und statt mit Signatur mit original Fingerabdrücken…..Kleine Skizzen und zeichnungen stehen im Vordergrund im Moment, die grundierten Malwände müssen noch warten: zu viel muß organisiert werden, u.a. auch eine Ausstellung im Oktober. Fühle mich grad wieder freiberuflich selbstständig im wahrsten Sinn des Wortes: ich arbeite selbst + ständig! – das aber mit ganzer Leidenschaft und Begeisterung!.. darum gibts im Moment auch nicht so viel im blog zu lesen!

neue hp

 

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Für alle, die nun neugierig auf meine neue hp geworden sind: sie ist jetzt online. Ihr findet alles zum Thema mobile Hundeschule und Erziehungstraining dort: www.diemobilehundeschule-chiemgaueralpen.de

 Passenderweise ist heute auch der Negativbescheid der Gemeinde eingetroffen, will heißen: die beiden Fellnasen sind von der Leinenpflicht befreit!

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Baustellen

Ohje – lange nicht geschrieben… aber es gibt so viel zu tun! Wer sagt, es gibt ein „Sommerloch“? – bei mir jedenfalls nicht! Mein Einsatz in der Klinik ist gerade wieder gefragt und im Garten gibts auch immer was zu werkeln. Doch wie das Bild unten zeigt, war ich ja schon von Kindesbeinen an aktiv mit Schaufel und schwerem Gerät gestaltend aktiv im Garten.

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Seit heute – ausgerechnet an einem Regentag – blüht die „Aibika“,ein Malvengewächs, deren handtellergroße Blüten in der Küche wie Zucchinie-Blüten verwendet werden können. Sie ist nicht winterhart und muß ab unter 8Grad C ins Haus. Die ersten Blüten wandern freilich noch nicht in den Topf!

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Und es gibt noch eine weitere Baustelle: das Gebiet rund um die Chiemgauer Alpen ist nun mein Einsatzgebiet als mobile Hundetrainerin. Ihr habt es sicher schon geahnt, dass ich an diesem Thema weiter mache, da mich vorallem das Erziehungskonzept der „Chiemgauer Hundeschule“, entwickelt von Heinz und Gudrun Reif, derart überzeugt hat, dass ich es wirklich lernen wollte – und will, denn ich werde ständig weiter aus- und fortgebildet. Wenn ich etwas mache, dann aus Berufung und ganzer Überzeugung. Die therapeutische Arbeit mit Kunst + Mensch + Tier ergänzt sich da ganz wunderbar!  Und nun baue ich gerade an einer weiteren homepage…..

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Multi-Kulti

Erntezeit : die ersten eigenen Bohnen aus dem Hochbeet ergeben eine wunderbare Bohnen-Gemüsepfanne.

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Auf der Heimfahrt von dem Seminar, das ich am Wochenende in München hielt zum Thema „Kunsttherapie mit an Krebs erkrankten Menschen“ kam ich an einem Heidelbeerfeld vorbei, dass soeben zur ersten Ernte geöffnet hatte. Welch wunderbarer Ausgleich nach viel Reden und Autofahren! Also rein ins Feld, gepflückt – und dann gekoch und gebacken…….!

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Diese Marmelade heißt „lila Glück“. Es gibt ein paar wenige Gläser, da sind auch erntefrische Pfirsiche mit drin, die mir ein Freund aus Hessen mitgebracht hat. Sie duftet mega-gut und ist eine gelungene Kreation!

Ich seh schon – heut läßt sich nichts ordnen und konfigurieren… die Bilder und Texte springen rum wie es ihnen paßt…..

Und im Garten blühts: die Lilie hab ich durch den Winter gebracht, ihr gute Erde und einen schönen Platz gegeben – trocken aber geschützt vor zu viel Sonne und Regen –  und sie sankt es mir mit ihrem Duft und ihrer Blütenpracht.

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Dazwischen bleiben immer noch ein paar Minuten für Zeichnungen und Skizzen, außerdem lernen und lesen und – Hundetraining!

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..“Schlüße des Glücks…“

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Bei mir türmt sich die Arbeit und ich denk, ich schaff es kaum…. gehe kurz ins Netz um meine Zugverbindung für Samstag rauszufinden und klicke mich bei Christoph Schliegensief im blog ein (http://schlingenblog.posterous.com/ )   – ein kurzes Innehalten, Lesen, Mitfühlen, denn er beschreibt wiedermal gnadenlos mit sich selbst und authentisch die Situation der Bestrahlung, nachdem in seinem Lungenflügel erneut Metastasen entdeckt wurden; ….„…..darum genießt den punkt der dummheit, aber zieht daraus schlüsse des glücks ….“ schreibt er und ich nehm es als Tagesbotschaft auf ….

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