Leuchtturm sein

Die letzten Nächte bin ich abgetaucht in ein Buch, das mich gleichermaßen fasziniert, berührt und bewegt hat –  vorallem letzteres und gerade im Hinblick darauf, eine neue Sicht der Dinge zuzulassen. Die Rede ist von Davids Rieffs Buch „Tod einer Untröstlichen – Die letzten Tage von Susan Sontag“. Als Sohn hat er seine Mutter vom Tag der endgültigen Diagnose an,  als bei der Schriftstellerin MDS, eine besonders bösartige Form von Leukämie, festgestellt wurde, bis zu ihrem Tod acht Monate später begleitet. Zweimal schon hatte Susan Sontag den Krebs entgegen aller Prognosen überwunden ( 1977 metastasierenden Brustkrebs, 1998 Gebärmuttersarkom) –  mit unglaublicher Zähigkeit und Schmerzbereitschaft. „Ich sauge an tausend Strohhalmen“ schrieb sie in ihr Tagebuch – und dabei ist sowohl die Hoffnung gemeint als auch der Wille und die Lust am Leben. Für sie kam Sterben nicht in Frage, der Tod war unvorstellbar, und so entschied sie sich einmal mehr für den kämpferischen Weg was für sie bedeutete: die neuesten, härtesten Therapien nach allen Regeln der Schulmedizin anzuwenden. Freunde hatten das zu akzeptieren und sie darin zu unterstützen. Dem Sohn wies sie vorallem die Rolle des Hoffnungsgebers zu.

David Rieff tritt in diesen 160 Seiten nicht den Krankheitsverlauf  seiner Mutter breit und nur in Nebensätzen läßt er das Leid erahnen. Vielmehr setzt er sich mit der Rolle des betroffenen Angehörigen auseinander – sowohl rückblickend als auch während dieser Zeit. Er hadert mit dieser Rolle des „Komplizens der Illusion“ und stellt sich die Frage, ob nicht ein „Umlenken der Hoffnung“ hin zu einem bewußten Strebeprozeß und Abschied sinnvoller gewesen wäre. Er hadert mit dem leidvollen Weg seiner Mutter – warum kein schneller Herztod für eine Frau, die den Tod so sehr negiert und fürchtet und deren Anriebsmotor immer war „sich selbst zu übertreffen“? Aber er hadert nicht mit dem Bemühen der Ärzte dem Wunsch und Willen der Patientin nachzukommen und alles menschen- und medizinisch Mögliche für ein Überleben zu versuchen. Was mich wiederum zu einem bedingungslosen akzeptieren auch dieses Standpunktes veranlaßt: der Patient ist das Maß aller Dinge! Über seinen Weg, seine Entscheidungen zu urteilen und somit über die Dienstleistung der Ärzte wäre anmaßend!

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links im Bild David Rieff, lesend im Krankenhauszimmer, veröffentlicht in „A photographers live“ von Anne Leibovitz, der langjährigen Lebensgefährtin Susan Sontags

Zurück zum Buch. Es beginnt mit dem Satz „Kein Gedanke lag mir fernen. Ich glaubte am Ende einer langen Auslandsreise… zu sein“  beschreibt David Rieff , selbst Schriftsteller und vorallem unterwegs in Krisengebieten dieser Welt, eben jene Situation am Flughafen und jenes Telefonat mit seiner Mutter , mit dem ein ganz anderer Weg beginnen sollte….. Nach ihrem Tod liest der Sohn dann die Tagebücher der Mutter und erkennt einmal mehr, wie unglücklich sie oft  im Leben war, von Depressionen und Zweifeln gebeutelt. Eine weitere Welle an Schuldgefühlen droht heranzurollen der sich der Autor erneut stellt. Das Buch endet mit dem Satz, den seine Mutter ihm schon während ihrer ersten Krebserkrankung mit auf den Weg gegeben hat: „Im Tal des Jammers breite deine Flügel aus.“ David Rieff hat nun seine Worte wie Flügel ausgebreitet! Denn eines wird klar: alles darf sein in son einem Prozeß – das Hadern, der Kummer, der Zweifel ebenso wie die Illusion, die Hoffung, das Festhalten!

Für mich ist es  ein wichtiges Buch für alle Angehörigen und  Freunde, die sich nach dem Tod und leidvollen Sterben eines geliebten Menschen mit quälenden Fragen herumschlagen.  Und für all diejenigen, die einen Menschen auf diesem Weg begleiten – einschließlich sich selbst! “ Swimming in a sea of death“ – „Schwimmen in einem Meer des Todes“ – lautet der englische Originaltitel und er beschreibt für mich viel besser das Meer der Gefühle, dem besonders die Angehörigen eines Krebspatienten ausgesetzt sind, verbunden mit dem Wunsch und der Hoffnung nach Orientierung, nach einem Leuchtturm. Wolfgang Borcherts Gedicht fällt mir spontan dazu ein:

Ich möchte Leuchtturm sein

 in Nacht und Wind  –

 für Dorsch und Stint,

 für jedes Boot –

und bin doch selbst

ein Schiff in Not.


Himmel und mehr

Das Guggenheim-Muesum in New York feierte heuer 50. Geburtstag. Kaum einer weiß, dass sowohl ein Teil der frühen Sammlung, die der ersten abstrakten Bilder, als auch der Bau selbst auf eine Frau, eine Künstlerin aus Deutschland, zurückzuführen sind. Denn fast wäre die Initiatorin und „Urheberin“  Hilla von Rebay in Vergessenheit geraten! Sie kam 1890  in Strassburg zur Welt. Als junge Frau und Künstlerin verschlug es sie nach NewYork, u.a. um den Erwartungen und Konventionen des Elternhauses zu entfliehen. In NY lernte sie Salomon Guggenheim kennen und unterstützte ihn dabei7bf3ba0a-608d-4a2e-b6e9-a48b8581de87_detail.jpg seine Sammlung aufzubauen. Er stellte ihr das Geld zum Ankauf zur Verfügung, sie machte ihn bekannt mit ihren Künstlerfreunden Hans Arp, Wassily Kandinsky, Fernand Léger, Marc Chagall, Lászlo Moholy-Nagy und ihrem Gefährten Rudolf Bauer, der später gegen sie intrigierte. Ohne Zweifel: Hilla von Rebay brachte die abstrakte Kunst nach New York! Mit ein Grund, warum später, als viele der „entarteten“ Künstler fliehen mußten, sich in dieser Stadt wieder fanden und dort aufgenommen wurden.  Nicht nur die Sammlung, auch der Bau des Guggenheim-Museums geht auf ihre Initiative, ihr Geschick und ihr Engagement zurück. Sie erkor Frank Lloyd Wright zum Architekten und die Idee eines Rundbaus ersannen die beiden gemeinsam. Die Eröffnung des Museums erlebte nur der Architekt, denn Salomon Guggenheim starb kurz zuvor und Hilla von Rebay war  schon nicht mehr eingeladen – die Intrigen gegen sie zeigten „Früchte“. In all der Zeit malte, collagierte und zeichnete sie weiterhin selbst. „Queen of art“ war einst ihr  Beiname, als sie 1967 starb war sie sehr einsam. Ihr Neffe Roland von Rebay kämpft heute für ihre Rehabilitierung und es gelingt: in der Villa Stuck, im Schlossmuseum Murnau und auch im Guggenheim gab es heuer eine Retrospektive von ihr.

hillaqueen.jpgHier eine „arte“-Fotocollage der „Queen of art“ mit Jackson Pollock, links und Chagal, mit Dollarnoten in der Hand, beide kniend vor ihr.

Eine weitere Künstlerin , auf die ich in den letzten Tagen aufmerksam wurde ( Danke Dodo!!), ist Dorothea  Buck. Sie ist Bildhauerin und lebt über 90jährig in der Nähe von Hamburg. Der Film „Himmel und mehr“ zeigt und dokumentiert auf einfühlsame Weise wie sie sich selbst von ihrer Schizophrenie geheilt hat – und manchmal sogar bedauert, jetzt so ganz normal zu sein. Infos zum Film und über diese bemerkenswerte Frau unter : http://www.himmelundmehr.de/

Diese Skulptur „Mutter – Kind“ ist von Dorothea Buck.

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Individuationsprozeß

 Nach monatelangem, gleichen Outfit und Steinsymbol war mir heut so nach Wasser + Tropfen. Vielleicht weils regnet und die Erde gierig das Wasser aufsaugt…??…Die vorhergegangenen Texte sind deshalb nicht verloren – ihr findet sie an der Seite vermerkt…(hoffe ich zumindest dass das so klappt wie ich mir das vorstelle..)

Noch ein Hinweis zur Ai Weiwei-Ausstellung: den Katalog gibt es als booklet für nur 2.-€ zur Eintrittskarte ( 10.- €, erm. 7.-€) – so günstig war ich schon lange nicht mehr in einer Ausstellung… außer in der Schweiz, denn da wird der Mitgliedsausweis des Berufsverbandes BBK voll anerkannt, und manchmal durfte ich sogar umsonst rein – im Gegensatz zu den „heimischen“ Museen und Sammlungen.

Und hier Bilder vom Seminar „Vom Symbol zum Bild, von den Archetypen zum Tarot“.

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Neben der Archetypenlehre C.G Jungs und ein paar kunstgeschichtlichen Hintergründen gehts dabei vorallem auch um den  persönlichen Zugang und die eigene Gestaltung bestimmter Karten und Symbole aus dieser „Reise des Narren“, die als Individuationsprozeß zu lesen und zu verstehen ist.

welt.jpgEin schönes Beispiel für eine individuelle, künstlerische Umsetzung ist das soeben erschiene Büchlein „Body Tarot – 22 Bodyprints erzählen ihre Geschichte“ von BIN – Sabine Penzenstadler. Am Donnerstag, 21. Januar ab 19 Uhr signiert sie ihre Bücher bei der Fa. boesner in Forstinning- Links zu sehen „Die Welt“ von BIN.

 

Zum Individuationsprozeß im Sinne von kritisch bleiben und erwachsen werden gehört wohl auch die Bereitschaft selbst zu recherchieren. Die Impfung gegen die Schweinegrippe soll nun also doch gar nicht so bedenklich sein und die Squalen sowieso ganz ungefährlich…die Fachleute sind sich uneins, Ärzte und Pharmakologen bringen widersprüchliches.Sehr hilfreich bei meiner persönlichen Meinungsfindung ist mir dabei die Information über die Zulassungsinstanz von Arzneimitteln : „Die Europäische Arzneimittelagentur EMEA ist zuständig für die Zulassungen von innovativen Arzneimitteln in den Mitgliedsländern der EU. Sie ist die europäische Aufsichtsbehörde über neu in den Markt kommende Arzneimittel. Als solche untersteht sie aber nicht der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz (DG SANCO), sondern der Generaldirektion Wirtschaft (DG ENTERPRISE)…“…Transparency International Deutschland e.V –   http://www.transparency.de/Home.1226.0.html bringt viele gute Fakten und Recherchen!

vom Symbol zur Installation

Endlich war ich gestern im Haus der Kunst bei der großen AiWeiWei-Ausstellung. Ich war eher skeptisch, ging bezüglich seiner künsterischen Arbeiten ohne Erwartung hin – was offenbar der beste Ausgangspunkt war, denn ich fand mich beeindruckt wieder! 100 , der Wirkung nach tausendjährige Wurzelstöcke als symbolischer Verweis auf Chinas Geschichte, Tradition und Herkunft sind auf einem Teppich arrangiert, der die Steinplatten des geschichtsträchtigen Nazi-Baus – Zeugnis der perfiden Vision eines „tausendjährigen Reiches“  – exakt nachbildet. Das eigentlich nicht Sichtbare,da  in der Erde verwurzelt, wird nach oben gekehrt, damit nichts mehr unter den Teppich gekehrt werden kann. 1001 Personen, anwesend in Form von Portraitsfoto an den Wänden, legen Zeugnis ab. Mit enormer Wucht kommt diese installation daher! In der Ausstellung ist jedes Objekt, jede Installation ein symbolische Querverweise. Ai WeiWei arbeitet mit Zitaten, dass es eine Freude ist!

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Verkehrte Welt als Paradigmenwechsel, als Aufruf zu einem neuen, ungewohnten Blick auf die Welt, auf die Dinge, auf Strukturen, vorallem auch auf die eigenen – das entspricht dem „Archetypen“ des „Gehängten“.

aiweiweiturm.jpgIn der Arbeit „template“ hat der Künstler Türen und Fensterläden einer alten Epoche gerade noch vor der kompletten  Zerstörung der alten Häuser aufgekauft und zu einem Turm arrrangiert ( zu sehen auf der documenta in Kassel 2007). Dann kam ein Sturm und brachte den Turm zum Einsturzt – was wiederum ebenfalls zu dem Seminar paßt, dass ich gerade halte: über die Archetypen im Tarot und generell die Symbolsprache in Bildern.

Sehr berührend ist dieInstallation aus 9000 Rucksäcken als Querverweis auf die vielen, tausend Schulkinder die beim Erdbeben in Sichuan 2008 ums Leben kamen und bis heute nicht gezählt und registriert wurden. Nähere Infos zu dieser Ausstellung findet ihr unter:

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3124226?pageId=487872&moduleId=431902&categoryId=&goto=1&show=

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….diesem Zitat von Ai Weiwei ist nichts hinzuzufügen!

Grenz-Erfahrung

was haben mein Hirn und meine Küche ( ja – endlich hab ich eine ! ) gemeinsam ? – Es herrscht ein klein wenig Chaos… noch bilde ich mir ein dieses zu beherschen, statt umgekehrt! Küchenchaos ist, weil eingeräumt und durchsortiert die Plätzchenbackstube einer eigenen „Ordnung“ unterliegt. Hirn-Chaos, weil ich  gerade das kunsttherapeutische Methodenseminar „vom Symbol zum Bild, von den Archetypen zum Tarot“ vorbereite und  mich  in einem Schmelztigel wieder finde! Außerst spannend das ganze: die eigenen Erfahrungen sortieren, Erkentnisse der Neurologie einbeziehen, Ausflüge in die Anfänge der Philosophie und Psychologie bleiben ebenfalls nicht aus, Informationen sammeln, Gedanken verwerfen, Worte sortieren. Dazwischen und mittendrin die Kunst und die Bilder, die für mich letztendlich alles vernetzen und in einen Zusammenhang bringen…. Schleuderwaschgang eben!

Wen wunderts, dass ich da an die Grenzen des Faß- bzw. Denkbaren stoße: 400 – 700 Gedanken hat Mensch in der Minute, also 4,5 Mio im Monat und nur 12.000 davon sind uns bewußt. Gleichzeitig lösen die 97% der unbewußten Gedanken dennoch Gefühle in uns aus…. ha, von wegen „Verstandesmensch“… ( danke, Bert für den Hinweis!)

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Fotoarbeit „Grenzerfahrung“, 2008

Literarisch wird das ganze begleitet von einer  „…. Reise durch Geist und Gehirn“ von Vilayanur Ramachandra, Direktor des Centers for Brain and Cognition in San Diego und Professor für Psychologie und Neurowissenschaften an der University of California. U.a. erläutert er in diesem Taschenbuch  „zehn universelle Kunstgesetze“ aufgestellt auf Grund seiner Forschungsergebnisse und  basierend auf den Faktoren die offenbar darüber entscheiden, was wir als Kunst empfinden.

Bei so viel Kopf- und Hirnarbeit ist Pläzchenbacken ein ganz wuderbarer Gegenpol!

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morning hours

Eintrag und Titel beziehen sich auf die  wunderbare neue CD von Rebekka Bakken!blindschreiben.jpgwachschreiben.jpg

… bei dieser wundervollen Morgenstimmung heute und begleitet von Rebekkas Stimme fiel es leicht die Träume vergangener Nächte aufzuschreiben! …. in einer Kellerbar, bei livemusik, übergibt mir jemand, den ich nicht kenne und von dem ich zugleich weiß ich sehe ihn nie wieder,  ein altes Feuerzeug und eine dicke Foto-Filmrolle. Mit den beiden Schätzen mache ich mich durch diekastanieh.jpg Nacht auf, gehe erst durch eine Gasse, bin dann wie getragen und gleite schließlich auf einem schmalen Schneemobil am Flußufer entlang, über dichten Schnee dahin auf eine alte Stadt und Burganlage zu… Ich meine Burghausen, meine Heimatstadt zu erkennen… und gleite hinüber ins Wachbewußtsein…. Feuerzeug und Filmrolle… ein Funke der da überspringt! – auf meinen Lebensfilm, der da neu geschrieben wurde , sich täglich fortsetzt, neu schreibt. Wer führt Regie ? Der Frage widmete ich mich ausführlich beim morgendlichen Meditations-Spaziergang mit den Hunden querfeldein. Frisch wars – der Rauhreif hat uns aufgeweckt, die Sinne geöffnet. Ums Haus rum hab ich dann noch ein paar Eindrücke festgehalten. Seit 9 bin ich putzmunter im Atelier und Büro beschäftigt, schreibe, entwerfe, strukturiere – und räum natürlich wieder Kisten….

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Ums Haus herum blühts immer noch, die Sonne projeziert Schatten – was ist wahr, was Wirklichkeit? Ramachandras wachhund11.jpgBuch „eine kurze Reise durch Geist und Gehirn“, das ich gerade lese, läßt mich einmal mehr über das Seh-„Geschehen“ im Gehirn staunen. Apropos Buch : morgen liest Michaela Karl in der Stadtbücherei in Trausntein ab 19:30 aus den „Bayerischen Amazonen“, ihre21xqspefy4l_sl500_aa140_.jpgm Buch, in dem sie zwölf Frauen aus zwei Jahrhunderten porträtiert. Frauen, die einen ganz eigenen, persönlichen  Weg einschlugen und Vorreiterinnen in vielerlei Hinsicht sind.Das Buch ist sehr empfehlenswert und ich hab es schon des öfteren verschenkt. Auf die Lesung freu ich mich ganz narrisch.- und natürlich auf ein Wiedersehen mit Michaela!

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Atelier -Bemalung

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.. und los gehts! Kaum räume ich wochen- und monatelang Kisten und Räume aus und um, schon habe ich wieder ein „be“malbares Atelier! Zeit ist es geworden! Der gestrige Tag war meine ganz persönliche Einweihung und nach so langer Farb-Abstinenz ( zeichnen, Skizieren + Kritzeln geht ja immer) gings gleich richtig los! Zwei Leinwände sind nun schon grundiert und vorstrukturiert, jetzt müssen sie trocknen.

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Die Timer und Kalender für 2010 sind auch fertig – morgen  gibts ein besseres Bild. Wer vorbestellt hat darf zuerst aussuchen, eh klar! Wie versprochen + angedroht gibts heuer wieder Ornamente in verschiedensten Fariationen und Kombinationen.


Schwein gehabt

Hab mir in meiner Mittagspause heute die Beiträge in youtube angesehen und bin erst mal platt, weil mir das Ansinnen, der Hintergrund bzw. die Intention völlig unklar ist…“ brave new world“…?? „Verschwörungstheorie“ einer „neuen Weltordnung“ – das kanns ja wohl auch nicht sein. Die Sanierung eines Pharmakonzerns dann schon eher.Einige hätten dann jedenfalls richtig Schwein gehabt- im pekuniären Sinne….(u.a. auch Präsident Sarkozy). Einen guten Beitrag dazu gibts von „quer“ bei Christoph Süß / BR: http://www.youtube.com/watch?=STTb5hkRTRA&feature=response_watch.  Ein Bekannter hat mich auf Jean-Jacques Crèvecoeur  hingewiesen und auf dessen Warnungen zu dem Thema aufmerksam gemacht ( nachzulesen unter :  http://www.thule-gesellschaft.org/Beitraege/09.10,Schweinegrippe-deutsch.pdf ) . Über diese Zusammenfassung kam ich auf Jean Buergermeister; das Interview mit ihr , die man unter ihrem Namen auf youtube findet,  hielt Thomas Kirschner, Gründer des Mosquito-Verlags und Herausgeber von „Nexus“ – letzteres ist  mir etwas  suspekt und ob das alles für bare Münze zu nehmen ist sei dahin gestellt…aber der „quer“-Beitrag reicht auch schon aus….!

ornamentverkehrt.jpgDiese Info kam auch noch kürzlich rein: Dr. Toni Gradl vom Nuwelis Institut klärt darin über die Impfverstärker auf…“… als Impfstoffe gegen die Schweinegrippe  werden Pandemrix® und Focetria® verwendet, beide  enthalten als Adjuvans (Impfverstärker ) Squalen. Beim Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs als Impfverstärker engesetzt worden. 23-27 %  (also jeder Vierte) auch solche, die zu Hause blieben) bekamen die Golfkriegskrankheit , mit chronischer Müdigkeit, Fibromyalgie (Muskelrheuma), neben Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, persistierenden Kopfschmerzen, Erschöpfung und ausgedehnten Schmerzen charakterisiert.…..Bei 95 % der Geimpften mit Golfkriegssyndrom wurden Squalen-Antikörper gefunden, bei den Geimpften aber nicht Erkrankten bei 0 %.Erst nach mehr als 10 Jahren wurden die Schäden vom US- Verteidigungsministerium anerkannt. ….Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8-9 Millionen Bundesbürger für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit und Fibromyalgie etc. leiden werden…“

Für mich ist rückblickend das ganz ähnliche Thema mit der Vogelgrippe ein erste Anlauf gewesen… – nach dem Motto: Leute, paßt auf, da gibt es Viren, böse und gefährlich! Das erste böse Virus springt von Mensch zu Mensch (HIV+), doch Dank neuer medizinischer Möglichkeiten sind Lebenserwartung und Lebensqualität von Infizierten für all jene, die Zugang zu dieser medizinischen Versorgung haben, unerwartet gestiegen. Sehr interessant fand ich in diesem Zusammenhang das einstündige Interview mit Michael Tappe kürzlich auf bayern 2 in „eins zu eins der talk“; Michael Tappe kenne ich noch  vom Projekt „Barbie+Ken sind hiv-positiv“ von und mit Franz Wassermann seinerzeit zusammen mit der Münchner Aidshilfe im KunstParkOst. In dem Interview wird noch mal daran erinnert wie mit HIV-Positiven umgegangen wurde, welches Szenario da gezeichnet wurde.Von einer “Insellösung“ war damals noch die Rede – „alle ab damit nach Helgoland“…. Aber hört selber rein: http://gffstream-9.vo.llnwd.net/e1/imperia/md/audio/podcast/import/2009_10/2009_10_30_17_18_52_podeinszueinstappemichaelstell_a.mp3ornamentgraustufen.jpg

 

Also die nächste Variante: Virus springt von Tier auf Mensch über. Die „Vogellösung“ implizierte zumindest den Gedanken der grenzenlosen Übertragung „wie im Flug“. Nun sind Vögel aber nicht wirklich artverwandt zum Menschen. Da ist die Idee mit den Schweinen schon viel besser, sind sich Mensch + Schwein vom organischen Aufbau her doch sehr ähnlich…das macht schon eher Sinn und erscheint nachvollziehbar: ein Virus , der einst vom Schwein auf den Menschen übertragen wurde und nun sein Unwesen treibt, ist vom medizinischen Verständnis her zumindest vorstellbar…

Luisa Francia hats in ihrem blog auch gut auf den Punkt gebracht:  „jetzt muss ich schon mal blöd fragen: glaubt noch jemand dass hiv oder h1n1 einfach so ganz natürlich entstehen? schon mal was von b-waffen gehört? (abc – atom, biologisch, chemisch)..“ Wobei wir wieder bei den Ausführungen von Jane Buergermeister wären….

 

Geschenke

„Mögen sie Tücher – ich schenke ihnen eines“ sagte die Verkäuferin in der Boutique zu mir in die ich wegen des wunderbaren, bestickten Mantels ging. Erst beim Eintreten las ich das Plakat an der Tür „alles muß raus“ und „Reduziert“…..So bekam ich nicht nur den Mantel zum Schnäppchenpreis sondern auch noch eintucher.jpg fliederfarbenes Tuch dazu. Mag ich Tücher ?…. das Arangement im Flur spricht für sich! Natürlich gibt es zu jedem Tuch eine Geschichte………

Vor ein paar Tagen wurde mir die Farbe Rot „geschenkt“: in Form von Musik – von ganz unglaublich-wunderschöner! Ich entdeckte die CD in einem Landkaufhaus ganz in der Nähe. Seitdem läuft sie bei mir im Auto auf meinen Fahrten , und ich singe mit!  Alle die mich kennen, werden es kaum glauben – denn : ich kann nicht singen! – Das behaupte ich zumindest seit dem mich die Benotungen meiner Musiklehrer eben dieses glauben lassen –  trotzdem hab ich einfach Lust  dazu und darum tu ich es, sofern mich keiner hört – eben im Auto (… meine armen Hunden!) „songs from people – crossover“ heißt der Untertitel und es singen, trommeln, chanten da ein bayerisch-tirolerisches Frauenduo:  Margie Sackl (voice, darabucca, congas, tabla, udu, cajon, small percussion – sieh auch www.margiesackl.at .) und Sabine Bundschuh (voice, berimbau, rahmentrommel, monochord, small percussion – siehe auch www.SabineBundschu.de ) . Sabine Bundschuh tritt u.a. auch mit Michael Vetter auf und ist Grundungsmitglied von „Elektrik ladyland“. Auf beiden HPs gibt es  Hörbeispiele und mp3-downloads ! Die Formation dieser beiden Musikerinnen heißt SHA , es gibte sie  seit 2002. SHA bezieht sich auf die Sprache der Lakota und heißt dort: Roter Mensch – rote Erde, impliziert: Liebe, Feuer, Blut, Herz, Sonne….

wieder versöhnt

Manchmal muß man einfach raus aus seiner kleinen Welt – den laptop abschalten und nix wie weg! Der erste Weg führte mich zu Jutta Haider ins Voglhuberhaus nach Bernau ( infos dazu gibts unter : http://www.vogelhuberhaus.blogspot.com/ ) . Gestern wurde dort die Ausstellung mit  Bildern von Renate Maria Fess eröffnet. Titel und zugleich der rote Faden der Ausstellung: „Traumwelt trifft Wirklichkeit“ in Analaogie zu Buddhas  „Du wirst morgen sein was du heute denkst“. Die Bilder zeigen die Ent-Wicklung aus einer Lebenssituation heraus in eine andere und  machen den Übergang nachvollziehbar. Die 25 ausgestellten Bilder, zumeist Acryl auf Leinwand, manche auch auf Papier, lassen den Ausgangspunkt erahnen, den Aufbruch erkennen und den Weg ins Neue erspüren.

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Bild links : „Zu dieser Stunde“  (gefällt mir besonders gut!), rechts :“Mutter Erde“

taramunster.jpgDa wir vor einer Woche nach unserem ökumenischen Gottesdienst der Selbsthilfegruppe auf der Fraueninsel beim Wirt in der „Himmelsstube“ unser RollUp vergessen haben, bin ich  dann von bernau aus weiter nach Gstaad und nochmal  rüber zur Insel um die Tara (  das RollUp, nicht die echte Thanka) dort abzuholen. Wer hätte das gedacht, dass diese buddhistische weiße Tara einmal am Eingang zum Münster die Besucher willkommen heißen würde ?! Mich freuts ganz besonders! Auf der Insel ließ ich noch einmal den ungewöhnlicher, unkonventioneller und denkwürdigen Gottesdienst – da welt- und glaubensumfassend, mit afrikanischem Chorgesang, der Hl Agatha von Catania geweihten Agathenbrötchen, Meditation, Segnung und einem Steineritual – Revue passieren…..

 

Der Weg am Nordufer entlang und zur Fraueninsel rüber heute war ein Traum: es war lau, fast warm und dann das schöne Licht! Hier einfach nur noch ein paar Bilder:

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